Das Wohn-Ufo «Fincube» steht allein auf weiter Flur (Foto: Steffen Jänicke)
Vor fünf Jahren entwickelte der Berliner Designer
Werner Aisslinger das Wohn-Ufo
«Loftcube» als Antwort auf die Verknappung von günstigem Wohnraum im urbanen Raum. Zusammen mit dem Südtiroler Unternehmer Josef Innerhofen entwickelte Aisslinger das Wohn-Ufo weiter zum
«Fincube», einer für die Landschaft angepassten Version. Die technoide Fassade des «Plastikwürfels» tauschte man durch eine Verkleidung aus Lärchenlamellen aus, die als Sonnen- und Sichtschutz dienen. Der «Fincube» soll dabei das Beste aus Stadt und Land vereinen. «In Berlin durch Stardesigner geplant, in Südtirol durch bodenständiges Handwerk realisiert», preisen die Entwickler das Ökohaussystem an. Denn das Wohn-Ufo soll vor allem nachhaltig sein: Es ist vollständig rezyklierbar, die dreifach verglasten Panoramafester minimieren den Wärmeverlust und dank der Photovoltaikanlage soll der Kubus völlig autark funktionieren.
Doch im Unterschied zu seinem urbanen Bruder begünstigt der «Fincube» nicht das verdichtete Bauen, sondern will auf seinen vier Beinen möglichst frei in der Landschaft stehen. «Natürlich muss der Eingriff in die Natur minimal sein und die Nutzungsdauer des Geländes befristet», betonen die Entwickler. Man kann nur hoffen, dass die zukünftigen Besitzer diese Worte ernst nehmen. Ansonsten werden wohl auch die letzten grünen Flecken zur Landefläche für das Ufohaus. So schnell wird dies aber kaum geschehen, denn obwohl der «Fincube» nur zwei Quadratmeter Standfläche benötigt, ist für die Errichtung eine Baubewilligung erforderlich. Liegt diese einmal vor, steht das Wohn-Ufo ab 150'000 Euro rund zwei Monate nach Bestellung schlüsselfertig an Ort und Stelle.