Gespräch mit Bob Gysin: Nachhaltigkeit und die Stadt
Hochparterre Chefredaktor Köbi Gantenbein im Gespräch mit dem Architekten Bob Gysin.
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2010-01-16 Gespräch mit Bob Gysin: Nachhaltigkeit und die StadtHochparterre Chefredaktor Köbi Gantenbein im Gespräch mit dem Architekten Bob Gysin. Shigeru Ban – der Star der Provisorien
Er baut im französischen Metz das neue Centre Pompidou mit einer Holzdach-Konstruktion des Schweizer Systembauers Hermann Blumer und dem Herisauer Ingenieurbüro SJB Kempter.Fitze. Er plant in Zürich das neue, siebenstöckige Bürohaus für den Medienkonzern Tamedia (ein Holzhaus) und am Samstag füllte er den grössten Saal im Basler Kongresszentrum auf Einladung der Stiftung Basler Architekturdialoge im Rahmen der Swissbau 2010. Shigeru Ban unterhielt das Publikum aufs Beste. Es sei zwar toll, für Reiche, für Kulturinstitutionen und die Industrie zu bauen, aber es sei ihm peinlich, dass Architekten an den Opfern der Erdbeben – wie eben in Haiti – schuld seien. Denn nicht die Beben als solche, sondern die falsch konstruierten Häuser forderten ja die vielen Opfer. Daraus zog er schon vor Jahren die Konsequenz und begann für das UNHCR bessere und doch billige Notunterkünfte zu konstruieren. Einfachheit sei sein Leitmotiv, auch wenn die Dachkonstruktion wie jene des Centre Pompidou in Metz kompliziert aussehe, sei sie es nicht. Einfache, teils verzogene Hexagone und der asiatische Strohhut – das sind seine Ausgangsformen. Shigeru Ban (53), in Tokyo geboren und in Kalifornien zum Architekten ausgebildet, schwärmte von seinen Vorbildern, von Alvar Aalto und Mies van der Rohe. Doch japanische Häuser seien eben nicht nur transparent wie deren Häuser, sie seien auch strukturell offen und flexibel. Er zeigte, wie die Schlafboxen in einem Haus so gestellt werden können, dass sie im Winter auf der Sonnenseite stehen und im Sommer auf der Schattenseite, so, dass die Kinder vor dem Airconditioning schlafen können und Oma am Durchzug-geschützten Plätzchen – und falls man sich mit seiner Frau verkrache, könne man die Schlafkojen weit auseinander aufstellen.
Doch Shigeru Bans Engagement gilt nicht nur dem Bau von Luxusunterkünften. Im Kontakt mit dem UNHCR baute er eine billige und leichte Trägerkonstruktion für Notzelte. Seine Kartonröhren sind stabil und feuerfest – auch wenn er das den Behörden immer wieder aufs Neue beweisen muss. Die Notunterkünfte stellt er auf Plastik-Getränkeharasse, so sind sie am schnellsten errichtet. Bereits arbeitet sein Büro an einem Notspital für Haiti – sein Know-how stellt der Stararchitekt gerne den Ärmsten unter den Opfern zur Verfügung und erntete dafür tosenden Applaus. Transparenzen, Spiegelungen und amorphe Formen
Zu den Basler Architekturdialogen war auch Massimiliano Fuksas angekündigt, doch aus gesundheitlichen Gründen musste er sich durch seinen Projektleiter Tomaso Villa vertreten lassen. Dieser zeigte an einer breiten Werkauswahl die wichtigen Elemente von Fuksas' Arbeiten: Den Dialog von zwei unterschiedlich ausformulierten Fassaden, die er nebeneinander stellt, die organisch amorphen Formen, die er dank neuer Technik immer weiter entwickelt. Dazu Transluzenzen und Spiegelungen – und Farbe. Seit Jahren entwickelt Fuksas diese Linie weiter. Zu den neusten Projekten gehört ein Friendenszentrum in Jaffa in Israel, die neue Mailänder Messe oder die «Bubbles» des Forschungszentrums der italienischen Distillerie Nardini, sowie drei Armani-Shops oder der gerade im Bau stehende Flughafen in Shen-Zen in China. Gespräch mit Maria Lezzi: Nachhaltige RaumentwicklungHochparterre-Redaktorin Rahel Marti im Gespräch mit Maria Lezzi, Direktorin des Bundesamts für Raumentwicklung. 2010-01-15 Wasserlos glücklich
Spätestens nach einem Tag Swissbau weiss man: Nachhaltigkeit ist nicht nur gut, sondern auch gut fürs Geschäft. Viel Schabernack muss das arme Wort erdulden. Zum Beispiel in der Welt der Bäder: Hier möchte der Mensch einfach Mensch sein und geniessen. Also schmücken sich viele Hersteller mit dem gewissenberuhigenden Wort, kümmern sich ansonsten um den Wasserverbrauch aber wenig. Doch es gibt Alternativen, nicht zuletzt fürs stille Örtchen: Die Firmen Urimat und Hellbrok präsentieren ihre neusten Errungenschaften fürs wasserlose Geschäft. Urimat exportiert seine wasserlosen Pissoirs in 40 Länder - es gibt Weltgegenden, wo das Wasser heiliger ist als bei uns. Alle Urimate werden aber samt und sonders in Feldbach ZH und Oberentfelden AG hergestellt. Mann hat die Wahl: Klare Linien und Farben bei Hellbrok oder Pissoir mit integriertem Werbefilmfenster bei Urimat. Gut fürs Geschäft. Nachtrag zum Chuchichäschtli der Zukunft
Sparen mit der Steuerpatrone
Wasser- und Energiesparen mit V-ZugStromsparen sei für die Kunden nachwievor ein zentrales Argument, die Klassierung der elektrischen Geräte im Haushalt nach Energieeffizienz entscheide oft über den Kauf, bestätigt Michael D. Graf, Leiter Key Account bei V-Zug, (zu sehen in unserer Leute-Galerie). Auch wenn es sich bei den hiesigen niedrigen Stromkosten übers Jahr für den Kunden nur um einen kleinen Betrag handle, der eingespart werden könne. Aufgefallen
Die Leichtbauplatte in der Küche![]() Leicht ist sie, die Platte: sie braucht weniger Material und weniger Bindemittel als in Spanplatten, die glänzende Oberfläche könne mit weniger Reinigungsmitteln geputzt werden. Zum ersten Mal komme sie im Küchenbau zum Einsatz, sagt Marc Herren, der in Thun Piatti vertritt. Überhaupt sei Nachhaltigkeit auch im Küchenbau gefragt, und so hat Piatti nicht nur die leichte Wabenplatte im Programm, sondern auch eine Recycling-Abdeckung aus 75% Altglas, setzt wasser- und stromsparende Armaturen und Elektrogeräte ein. Das alles lohne sich dann, wenn grosse Objekte mit einer Eco-Küche von Piatti ausgestattet werden, sagt Unternehmensleiter Peter Holliger (zu sehen in unserer Leute-Galerie). Ist besser teurer? Ja, aber sie können die Kunden vom Mehrwert überzeugen. Und unter den 21 Küchenhersteller an der Swissbau sei es wichtig, mit neuen Konzepten auftzutreten. Auf dass Nachhaltigkeit nicht nur an der Fassade, sondern auch im Innenausbau ein Thema werde.
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