Nach der Trennung von der Direktorin Francesca Ferguson geht die Entschuldung des mit 800000 Franken in der Kreide stehenden S AM  voran (siehe Dossier S AM von Hochparterre). Das S AM kann erste offizielle Erfolge vermelden. Ein Achtel der Schulden sind zwar nicht getilgt, können nun aber zurückbezahlt werden. «Die Direktion des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) hat ein zinsloses Darlehen von 100'000 CHF zugunsten des S AM verabschiedet. Um ihr gemeinsames Anliegen besser abzustützen und ihre Synergien zu nutzen, streben das S AM und der SIA eine Partnerschaft zur Vermittlung von Baukultur an.», lautet die SIA-Pressemeldung vom 2.9.2009. Gleichzeitig ruft der SIA auch andere öffentliche Institutionen, Berufsverbände sowie Architektur- und Ingenieurbüros zu einer Unterstützung ihrerseits auf – sei sie finanzieller oder ideeller Natur.

Der SIA glaubt an die Zukunft des S AM: «Aufgrund der Basis, auf der das S AM aufbauen kann, der vorgelegten Neuausrichtung und auch der Reaktionen von namhaften Architektur- und Ingenieurbüros der Region Basel und weiterer wichtiger Institutionen, beurteilt der SIA die Aussichten für eine erfolgreiche Weiterführung des S AM als sehr gut. Den Standort des Museums in Basel erachtet der SIA nach wie vor als grosse Chance für eine wirkungsvolle Vermittlung von Baukultur.», so die Pressemeldung.

Neben der Entschuldung ist die Neuausrichtung, sprich Rückbesinnung auf die Schweiz und das lokale Publikum, ein wichtiger Schritt – auch für den SIA: «Den aktuellen Problemen – namentlich dem existenzbedrohenden finanziellen Defizit – leistet der Stiftungsrat des S AM nun mittels einer neuen Organisationsstruktur und Weiterentwicklung sowie Schwerpunktverlagerung des Ausstellungskonzeptes Folge. Ferner soll das S AM seine nationale Ausstrahlung verstärken und intensiver in die Gesamtschweiz eingebunden werden, unter anderem indem vermehrt Partnerschaften zur Vermittlung der Baukultur eingegangen werden sollen, wie aktuell mit dem SIA.»