Seit dem Wochenende wissen wir: die Architekten Barbara Holzer und Tristan Kobler können ihr Konzept fürs Einkaufszentrum «Ebisquare» in Ebikon bei Luzern nicht umsetzen. Hochparterre hatte schon in der Novemberausgabe 2006 dieses Projekt vorgestellt – jetzt hat die Investorin, die Société Générale Immobilière, das international tätige Architekturbüro Chapman Taylor beauftragt, das Mall-Konzept zu überarbeiten. Der «Tages-Anzeiger» berichtete darüber bereits am Samstag, die «SonnatgsZeitung» doppelte gestern nach und heute ist die Meldung fast überall zu finden.

Weichenstellen auch beim Zürcher Heimatschutz. Nach zehn Rücktritten aus dem Vorstand führt nun Paul Stopper interimsmässig die Organisation und verspricht heute im «Tages-Anzeiger», der Heimatschutz werde nicht konservativer, aber er werde seine Ziele wieder gemäss Statuten verfolgen. Auslöser der personellen Rochade war die Erweiterung des Landesmuseums. Der Vorstand hatte mit 9:3 Stimmen einen Rekurs beschlossen, doch der zurückgetretene Präsident Marcel Knörr hatte ihn nicht eingereicht. Innerhalb der Organisation gab es divergierende Meinungen zum Landesmuseum-Erweiterungsprojekt der Architekten Christ und Gantenbein und über die Rekurs-Politik.

Von verschiedenen Neubauten und Bauprojekten ist auch heute wieder in den Zeitungen zu lesen. Die NZZ zeigt das Projekt von Hannes Strebel, der die ehemalige Weberei Honegger in Wald ZH gekauft hat und zu Lofts umbauen will. Einer Brache soll neues Leben eingehaucht bekommen. Übrigens: Als Beilage zum November-Hochparterre werden Abonnentinnen und Abonnenten die neueste Übersicht über das Brachenland Schweiz in einem Sonderheft bekommen – entstanden ist es in Zusammenarbeit mit Wüest und Partner.

In der «Basler Zeitung» wird das Ausbauprojekt für die Jugendherberge von Buchner Bründler vorgestellt – allerdings fehlen dafür noch eine Million Franken. Im «St. Galler Tagblatt» findet sich der Neubau eines streng geschnittenen Beton-Einfamilienhauses in Goldach, das Architekt Jesco Hutter geplant hat.

Und dass teure Lagen am Seeufer und ihre neuen Bewohner dann mit der Exklusivität doch noch nicht zufrieden sind, findet man ebenfalls im «St. Galler Tagblatt»: In Staad steht eine teure Überbauung direkt am Ufer, davor noch ein Holzsteg, damit das Ufer wie vorgeschrieben frei zugänglich bleibt. Doch nun beklagen sich die Bewohner über Nachlärm und fordern: «Der Steg muss weg». Womit dann die beste Lage – gesetzeswidrig – total privatisiert wäre.