Neubau auf der Klosterinsel Rheinau
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Kommentare
2010-03-21 16:17:19
Klosterinsel Rheinau, Projektwettbewerb, Bericht des Preisgerichts, Kommentar:
http://benhuser.wordpress.com/2010/03/14/klosterinsel-rheinau-projektwettbewerb/
2010-04-07 17:13:39
Vermerk Der Autor des Kommentars hat selbst am Projektwettbewerb teilgenommen und stimmt mit dem Entscheid der Jury, das Projekt “stabilitas loci” an die erste Stelle zu setzen, überein; unter Berücksichtigung des engen Projektperimeters ist das prämierte Projekt der mit Abstand beste Beitrag zur Lösung der gestellten Aufgabe.
Bericht der Jury: “Die Legimität des Bauens an die Uferkante wird mit einem Stich aus dem Jahre 1754 belegt; dieselbe Art des Anfügens eines Gebäudes als Kopf zeigt sich auch im Nordosten der Klosteranlage beim Bibliotheksbau”. Zwei völlig unterschiedliche Argumente, oder Feststellungen, in einem Satz, um die “Legitimität” ans Wasser zu bauen zu belegen, erstens, und zweitens, um die Art der Fügung eines vorhandenen Gebäudes mit einem neu geplanten Gebäude an anderem Ort zu rechtfertigen.
Nun, aus allen historischen Abbildungen ist ersichtlich, dass die vorhandene Klosteranlage als “steinerne Insel”, ähnlich einem Wasserschloss, und mit einer Brücke mit dem “Festland ” verbunden, geplant und gebaut wurde. Dass aber das neu geplante Gebäude vollständig ausserhalb der historischen Uferkante zu liegen kommen soll und damit den (historischen) Flussraum des kleinen Rhein’s erheblich beschneidet (siehe Illustration oben), wird im Bericht der Jury an keiner Stelle erwähnt.
Nebenbei, meine ich, dass das Anfügen des neu geplanten Gebäudes an das Wolffsche Gebäude als “Kopf” etwas gross geraten ist, vergleicht man dazu die Situation “im Nordosten der Klosteranlage beim Bibliotheksbau”.
Allgemein drei Projekte wurden prämiert, welche, durch Volumen und Dachform, so tun, als hätte das Wolffsche Gebäude schon immer so bestanden. Da hätte Preisgeld gespart werden können.
Überlegungen Vielleicht könnte die etwas “vertrucktste” ortsbauliche Situation gelöst werden, indem, erstens, das Wysssche Gebäude abgebrochen oder stehengelassen wird und zweitens ein neues Baufenster nördlich der Klosteranlage geöffnet wird (siehe Illustration unten), um zukünftige Nutzungen unterbringen zu können.


