|  2010-09-02
Von Andres Herzog @ 10:57 Der Immobilienentwickler Losinger hat vom amerikanischen Architekten Chad Oppenheim Pläne für ein Eventzentrum in Basel zeichnen lassen, berichtet die «Basler Zeitung» heute auf der Titelseite. Unmittelbar neben dem St.-Jakob-Park soll ein neues Veranstaltungszentrum entstehen mit einer Eventhalle für 15'000 Besucher. Daneben sind auch ein Hotel sowie zwei Wohn- und Bürogebäude vorgesehen, von denen eines 140 Meter in die Höhe ragen soll. Die Investitionen sollen insgesamt rund eine halbe Milliarde Franken betragen. «Für Basler Verhältnisse ist das Projekt mit dem Arbeitstitel Arena fast unvorstellbar gross», meint die «Basler Zeitung». Noch sei schwierig abzuschätzen, wie gross die Chancen für dessen Umsetzung sind. An der Zustimmung der Bevölkerung wird das Vorhaben aber nicht scheitern, ist die «Basler Zeitung» überzeugt: «Die geografische Lage ist ideal, und dass Basel eine moderne Sport- und Konzertstätte braucht, ist eigentlich unbestritten.»
--> Kommentar von Andres Herzog zum geplanten Eventzentrum in Basel.
Weitere Meldungen:
- Ein weiteres Grossprojekt in Basel: Eine deutsche Firma prüft, ob das geplante Bruderholzspital und das angegliederte Geriatriespital zu teuer oder zu wenig effizient sind. In Hamburg hat das Unternehmen ein ähnliches Spital gebaut, das nicht einmal die Hälfte gekostet hat, schreibt die «Basler Zeitung».
- Nachdem die Stadt St. Gallen Privaten den Bau des Fussballstadions ermöglicht hat, machen die bürgerlichen Stadionbetreiber jetzt wieder die hohle Hand beim Staat. Um den Konkurs abzuwenden, wollen sie sechs Millionen Franken, berichtet die «Wochen Zeitung».
- Die Stadt Chur erlebte um das Jahr 1900 einen ungeheuren Entwicklungsschub. Die «Südostschweiz» berichtet von der gestern eröffneten Ausstellung «Chur 1893», die den Ursachen dieses Phänomens auf den Grund geht.
- Gestern weihte der Energieversorger BKW im Berner Jura acht neue Windturbinen ein – so steht auf dem Mont Soleil nun der grösste Windpark der Schweiz. «Doch Probleme löst er kaum», meint der «Bund», denn «die BKW hält nun erst recht an AKW fest.»
- Drei interessante Neubauten konnten die Berliner Architekten Matthias Sauerbruch und Louisa Hutton jüngst in Mailand, Frankfurt und Köln realisieren. Die Häuser veranschaulichen, wie sich farbige Gestaltung mit städtebaulicher Qualität und Nachhaltigkeit vereinen lässt, schreibt die «NZZ». 2010-09-01
Von Andres Herzog @ 11:09
Luftansicht Sulzer-Areal in Winterthur (Bild: Bildarchiv ETH-Bibliothek)
«Sulzer verkauft halb Winterthur an einen Baukonzern», titelt der «Tages-Anzeiger» heute. Der ehemalige Industrieriese stösst alle Liegenschaften in der Stadtmitte und in Oberwinterthur für 80 Millionen Franken an Implenia ab. Die Grundstücke umfassen rund 400'000 Quadratmeter und sind damit fast so gross wie Vatikanstadt, rechnet die Zeitung vor und meint: «Die Implenia hat jetzt den Schlüssel zur Stadtentwicklung in der Hand.» Laut Implenia-Sprecher Philipp Bircher will die Baufirma in Winterthur «eng mit der Stadtentwicklung zusammenarbeiten». Die im Juli verabschiedete Planungszone in Oberwinterthur gibt der Stadt nun drei Jahre Zeit, verbindliche rechtliche Grundlagen für den neuen Stadtteil zu schaffen, der dort entsteht. «Es war ein kluger Schachzug der Stadt, mit einer Planungszone dem Baulöwen von Anfang an seine Grenzen aufzuzeigen», meint der «Tages-Anzeiger» im Kommentar.
--> Lesen Sie den Kommentar von Werner Huber zum Sulzer-Verkauf.
--> Mehr zur Stadtentwicklung von Winterthur im «Hochparterre»-Sonderheft «Winterthur: eine Stadt im Wandel».
Weitere Meldungen:
- Eine weitere Meldung zum Sulzer-Erbe in Winterthur: Morgen Donnerstag wird das neue Kino-Center im Kesselhaus eröffnet. A2017 Architekten haben Relikte aus industrieller Vergangenheit und moderne Elemente geschickt kombiniert, meint der «Tages-Anzeiger».
- Verbier im Val de Bagnes lebt gut mit dem Bau und Verkauf von luxuriösen Chalets und Appartements, berichtet die «NZZ». Die Gemeinde setzt auf Zweitwohnungen und stört sich an der kantonalen Politik.
- Vor dreissig Jahren wurde die Kaserne Basel von der alternativen Kulturszene in Beschlag genommen. Jetzt steht das Kasernenareal vor einem Umbruch, schreibt die «Basler Zeitung». Diskutiert werden Durchbruch oder Abriss des Hauptgebäudes am Rhein sowie verschiedene Nutzungskonzepte.
- Der Umbau des Berner Kursaals beginnt noch diese Woche. Die Einsprachen gegen das 30 Millionen Projekt sind alle zurückgezogen worden, berichtet der «Bund».
- Die Tessiner Elektrizitätswerke (AET) will auf dem Gotthardpass acht 82 Meter hohe Windturbinen aufstellen. Das Projekt befinde sich in der Schlussphase, berichtet der «Corriere del Ticino». 2010-08-31
Von Andres Herzog @ 10:46  Der Bund will die rechtlichen Grundlagen schaffen, um mit Umweltzonen die dreckigsten Autos aus den Städten zu verbannen. Wie der «Tages-Anzeiger» heute berichtet, sieht das Konzept vor, gewisse Fahrzeugkategorien gezielt aus dem Verkehr zu nehmen. Umgesetzt werden soll dies mit einer neuen Signalisation für «Umweltautos» sowie mit neuen Autovignetten. «Der Vorschlag erfolgt auf Bitten der Kantone Genf und Tessin – und unter dem Applaus linker Umweltpolitiker», schreibt der «Tages-Anzeiger». Der VCS zeigt sich zufrieden mit dem Konzept. «Die Lebensqualität in den Städten hängt stark von sauberer Luft und weniger Lärm ab», sagt Präsidentin Franziska Teuscher. Der TCS hingegen lehnt Umweltzonen als teure und nutzlose Schikanen ab. «In unserer mobilen Gesellschaft schafft das nur Verunsicherung», meint Sprecher Stephan Müller.
Weitere Meldungen:
- Gestern hat die Berner Verkehrsdirektorin Regula Rytz die künftige Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr des Inselspitals und des Von-Roll-Areals vorgestellt. Letzteres soll in der hinteren Länggasse mit Postautos bedient werden, berichtet der «Bund».
- Heute Abend erfolgt der Startschuss für das Fünfsternehaus «Chedi Andermatt». Es ist der Nukleus des riesigen Ferienresorts von Andermatt, beschreibt die «NZZ» das Prestigeprojekt von Samih Sawiris Resort.
- Mit derben Worten wettert die SVP in Zürich zurzeit gegen das geplante Nagelhaus beim Escher-Wyss-Platz, das die Stadt 5,9 Millionen Franken kostet. Der «Tages-Anzeiger» hat bei der Stadt nachgefragt und zeigt die grössten Budgetposten des Projekts.
- Das Landgut «Cuntitt» in Castel San Pietro (TI) soll nach Plänen des Luganeser Architekten Edy Quaglia in ein Begegnungszentrum umgewandelt werden. Der «Corriere del Ticino» berichtet.
- Schon als Kind hat Fredy Künzle Spieldosen gesammelt. Heute betreibt er im Toggenburg ein überaus charmantes Museum für Musikautomaten. Ein Bericht im «Tages-Anzeiger» über Drehorgeln, Orchestrions und Grammofone. 2010-08-30
Von Andres Herzog @ 10:56  Ab übermorgen ist der Verkauf klarer Glühlampen ab 75 Watt und aller mattierten in der Schweiz verboten, berichtet die «Basler Zeitung». So will es eine EU-Richtlinie, welche die Schweiz in ihre revidierte Energieverordnung aufnahm. 2012 wird die herkömmliche Glühlampe komplett aus den Regalen verschwinden. Da die Glühbirne nur gerade 5 Prozent der Energie in Licht umwandelt, kann sie die geforderte Energieeffizienz nicht erreichen. So ist für die Erfindung von Thomas Edison nach 130 Jahren Schluss. Politisch ist die Übernahme der EU-Linie nur konsequent, schreibt die «Basler Zeitung», denn «abgesehen von den Glühlampen war und ist die Schweiz der EU in punkto Energiesparen stets einen Schritt voraus.» Dass die Schweiz die Richtline der EU eins zu eins übernimmt, hat aber auch einen praktischen Grund: Es hätte sich nicht gelohnt, extra für einen kleinen abweichenden Markt Schweiz zu produzieren, meint Rudolf Bosshard von Osram Schweiz.
Weitere Meldungen:
- Der «Tages-Anzeiger» porträtiert Alda Fogliani, die gegen die Behörden in Bellinzona und Bern kämpft: Sie will den Abbruch illegaler Rustici verhindern, die ausserhalb der Bauzone erstellt wurden.
- Im Zürcher Sihlquai im Kreis 5 hat sich das Billigst-Sex-Gewerbe hartnäckig eingenistet – mit üblen Folgen für das Quartier, schreibt der «Tages-Anzeiger». Die Stadt steht vor einer Aufgabe wie in den 90er-Jahren bei der Auflösung der Drogenszene, meint die Zeitung.
- Wo in Trimmis heute noch Autos über die A13 in Richtung Landquart fahren, soll nach der Verlegung der Fahrspur die Natur auf ökologischen Ausgleichsflächen das Sagen haben. Das freut indes nicht alle, schreibt die «Südostschweiz».
- Der «Tages-Anzeiger» geht in der Sonderbeilage «Home» zur Immobilienmesse myHome der Frage nach, ob die Immobilienpreise im Grossraum Zürich überteuert sind, und zeigt, wo sich ein Kauf lohnt.
- Die «Basler Zeitung» geht dem Mythos Fussgänger auf die Spur. Anlässlich der «Europäischen Woche der Mobilität» wirft die Zeitung einen Blick auf die Kultur des Zebrastreifens. 2010-08-27
Von Andres Herzog @ 11:25 Der Städteverband wendet sich gegen Ausgabenkürzungen des Bundes im Verkehr und anderen Bereichen. Zudem macht er eine «Charta für nachhaltige städtische Mobilität» zu seiner Sache, meldet die «NZZ». Der Leitsatz wurde von fünf mittleren und grösseren Städten als Antwort auf die «Umverkehr»-Initiativen formuliert. «Gegenüber den Plänen, vermehrt Verkehrsteilnehmer zur Finanzierung der Verkehrswege heranzuziehen, hat der Städteverband eine distanzierte Position», schreibt die «NZZ». Im öffentlichen Verkehr votiert er gegen eine «übertriebene Differenzierung», abgesehen davon, dass er einseitige bahnseitige Aufschläge ablehnt. Laut der «NZZ» zeigt die Position, wie unausgegoren die Diskussion um das als Lösung für Kapazitäts- und Finanzierungsprobleme lancierte Mobility-Pricing noch ist.
Weitere Meldungen:
- Das Polizei- und Justizzentrum in Zürich steht auf der Kippe. Im Interview mit der «NZZ» erklärt Regierungsrat Markus Kägi, um wie viel der Bau effektiv teurer wird und welche finanziellen Folgen ein Nein des Kantonsrats hätte.
- Die Parkhaus AG Winterthur schlägt eine Untertunnelung der Museumsstrasse und ein unterirdisches Parkhaus westlich der Altstadt vor. Sie will damit den Autofahrern den Altstadt-Zugang erleichtern, berichtet die «NZZ».
- Aufgrund verschärfter Sicherheitsrichtlinien braucht die Einhausung der Autobahn in Zürich Schwamendingen mehr Platz als geplant. Wegen den Mehrkosten droht nun eine neue Abstimmung, schreibt der «Tages-Anzeiger».
- Eineinhalb Jahre lang hat Hans Peter Häberli Texte und Bilder zur Rhätischen Bahn gesammelt. Nun stellt der Zürcher Publizist das Material im Buch «Die kühnste Bahn der Welt» vor. Die «Südostschweiz» berichtet.
- Auf den Dächern der EPFL in Lausanne plant der Energieversorger Romand Energie das grösste Solarkraftwerk der Schweiz. Die «24 heures» berichtet in einer Sonderbeilage über die «révolution solaire». 2010-08-26
Von Andres Herzog @ 11:17
Das geplante Polizei- und Justizzentrum in Zürich. (Bild: PD)
Das geplante Polizei- und Justizzentrum (PJZ) beim Zürcher Güterbahnhof erleidet einen erneuten Rückschlag. Die Kantonsratskommission lehnt den Baukredit für das von Theo Hotz entworfene Gebäude ab, berichtet der «Tages-Anzeiger». Laut den Gegnern bringt das Projekt keine wirtschaftlichen Vorteile. «Das PJZ ist unnötig, zu teuer und energetisch nicht zukunftstauglich», meinen die Grünen. Die Befürworter hingegen berufen sich auf die Abstimmung im Juli 2003, als die Stimmberechtigten dem Rahmenkredit von 490 Millionen Franken zustimmten. Allerdings ist das Bauvorhaben mittlerweile um fast ein Viertel teurer als vor sieben Jahren, rechnet der «Tages-Anzeiger» vor. Im Herbst wird der Kantonsrat über das 570 Millionen Projekt entscheiden. Die Abstimmung dürfte äusserst knapp ausfallen. Eine einzige Absenz könnte darüber entscheiden, ob das PJZ zur Planungsleiche wird.
Weitere Meldungen:
- Verschiedene Initiativen fordern, dass die Ufer des Zürichsees für alle erreichbar sind. Die «Wochen Zeitung» berichtet über einen ehemaligen Manager, der gegen die Privatisierung der Seeufer durch Reiche kämpft.
- Die Aargauer Regierung lehnt einen Vorstoss aus dem Kantonsparlament ab, der postuliert, das Erbe der Habsburger zum Weltkulturerbe erklären zu lassen. Sie unterstreicht aber dessen nationale und internationale Bedeutung, schreibt die «NZZ».
- Für 15 bis 20 Millionen Franken will der Kanton Baselland die Verkehrsdrehscheibe beim Bahnhof Laufen aufwerten, meldet die «Basler Zeitung». Die neue Brücke soll das Bahnhofsareal stark vom Verkehr entlasten.
- Die Ausnutzungsziffern der Gebiete entlang dem Lago Maggiore in Minusio werden nicht erhöht, berichtet der «Corriere del Ticino». Die von den Anwohnern geforderte Massnahme, welche eine doppelt so hohe Ausnutzung entlang der Flanierzone von Tenero nach Locarno vorgesehen hätte, wurde vom Kantonalen Verwaltungsgericht k.o. geschlagen.
- Auf die zunehmende Digitalisierung der Kultur möchte der Bund mit einer Kulturförderung reagieren, schreibt der «Tages-Anzeiger». In den Jahren 2012 bis 2015 sollen deshalb rund 7,6 Millionen Franken investiert werden.
- Grau in Grau, so sieht das Bild auf den Schweizer Strassen aus, schreibt der «Blick». Denn die Statistik zeigt: Keine Autofarbe ist populärer, jedes Dritte Auto in der Schweiz ist grau lackiert. 2010-08-25
Von Andres Herzog @ 11:00
In den Innenstädten geht der Individualverkehr zurück, auf den stadtnahen Autobahnen hingegen stauen sich die Autos. (Bild via Wikimedia Commons)
Die «Umverkehr»-Initiativen wollen den Autoverkehr dort plafonieren, wo er ohnehin stagniert, schreibt die «NZZ». So kommt in Luzern eine Initiative vors Volk, die den Anteil von öffentlichem Verkehr und Langsamverkehr in der Stadt binnen zehn Jahren um zehn Prozentpunkte steigern will. Doch die grössten Verkehrszunahmen sind heute vor den Toren der grossen Kernstädte zu konstatieren, meint die «NZZ» und zeigt eine Statistik zur Motorfahrzeugdichte in den Schweizer Städten: In den Innenstädten kann der Individualverkehr zwar reduziert werden, dafür erhöht sich auf den stadtnahen Autobahnen die Verkehrsdichte. Die Abhängigkeiten zwischen bevölkerungsmässig stagnierenden Städten und wachsendem Umland sind grösser geworden, stellt die «NZZ» fest: «Die Entscheide in den Städten betreffen immer mehr Personen, die dort nicht stimmberechtigt sind.»
Weitere Meldungen:
- Mit seiner Initiative «Schienen für Zürich» will der VCS den Ausbau des Nadelöhrs bei Effretikon auf vier Spuren forcieren und nicht länger auf den Bund warten, berichtet die «NZZ». In vier Wochen stimmt der Kanton Zürich darüber ab, ob er den Bahnausbau Effretikon-Winterthur selber finanzieren will.
- Das Zurich Light Festival will im Herbst 2011 Flüsse, Trams, Fassaden und Plätze kunstvoll beleuchten. Die Lichtwoche gabs bereits vor 80 Jahren, schreibt der «Tages-Anzeiger»: «Im Oktober 1932 erstrahlten in der Innenstadt Lichtfontänen und –monumente.»
- Die Berner Stadtbauten (Stabe) kommen nicht zur Ruhe: Sechs Wochen nach dem Rücktritt von Stabe-Direktor Rudolf Lanzrein steht nun auch die Mehrheit des Verwaltungsrates «für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung», zitiert der «Bund» aus einer Medienmitteilung.
- Seit wenigen Tagen sind die Möbel der Kollektion Atelier Pfister im Handel erhältlich. Die «24 heures» stellt die Entwürfe von sechs ECAL-Abgängerinnen vor, die in der Kollektion erschienen sind.
- Phoebe Philo ist die zurzeit einflussreichste Designerin der Welt, schreibt der «Tages-Anzeiger». «Was sie entwirft, wird Trend», meint die Zeitung und stellt die Chefdesignerin des französischen Labels Céline vor. 2010-08-24
Von Andres Herzog @ 11:15  In den vergangenen Wochen gab es in Guttannen (BE) immer wieder verheerende Murgänge. Die Gemeinde ist inzwischen umzingelt von Schuttkegeln. Doch die Menschen im Oberhasli reagieren ruhig auf die einschneidenden Schlammlawinen, schreibt der «Bund» in der heutigen Ausgabe. Wer im Oberhasli lebe, tue dies mit der Natur und ihren Gefahren, meint Gemeindepräsident Hans Abplanalp. «Wir rechnen damit, vom Bernbiet abgeschnitten zu werden, bevor die Saision für Murgänge im Oktober zur Neige geht. Der Zustand der Abgeschnittenheit könnte Monate dauern», sagt Abplanalp. Um die Isolation zu verhindern, ist nun eine Notstrasse nach Guttannen geplant. Anfang September will der Kanton Bern darüber entscheiden. Der «Bund» stellt derweil die Grundsatzfrage: «Sind die Berge als Lebensraum für den Menschen auf Dauer zu halten?»
Weitere Meldungen:
- Die Winterthurer Stadtverwaltung ist heute auf 27 Standorte in der ganzen Stadt verteilt. Zukünftig soll sie im so genannten Superblock auf dem Sulzerareal zusammengeführt werden, schreibt der «Tages-Anzeiger».
- In Basel ist der Leerwohnungsbestand auf 0,7 Prozent gesunken und ist damit so tief wie seit den frühen Neunzigerjahren nicht mehr. Doch in anderen Schweizer Städten sind die Leerstandsquoten deutlich tiefer, berichtet die «Basler Zeitung».
- Bis 2030 will Nyon den motorisierten Verkehr in der Stadt um 20 Prozent reduzieren. Dies soll durch teilweise unpopuläre Massnahmen erreicht werden, berichtet die «24 heures».
- In Basel wollen Radfahrer an einer Velodemonstration ihren Unmut gegenüber dem Autoverkehr kundtun. In Genf vermag die Protestveranstaltung, die sich «Critical Mass» nennt, regelmässig 2000 Velofahrer zu mobilisieren. Ein Bericht in der «Basler Zeitung».
- Der in Wien geborene, vorwiegend in den USA tätige Richard Neutra galt als «bauender Poet». Die «Basler Zeitung» berichtet von einer Ausstellung im Architekturmuseum in Basel, die Neutras Wirken in der Schweiz präsentiert. 2010-08-23
Von Andres Herzog @ 10:56
Die Bedienung des Bahnhofs Göschenen nach 2017 ist noch offen (Bild: Adrian Michael via Wikimeda Commons)
Durch Samih Sawiris Tourismus Resort Projekt wird sich die Anzahl der Fremdenbetten in Andermatt fast verdreifachen. Trotzdem soll der Strassenverkehr durch die Schöllenen nur moderat wachsen, schreibt die «NZZ». Um einen Kollaps zu verhindern, verlangt das Gesamtverkehrskonzept die Vermeidung des motorisierten Binnenverkehrs in Andermatt selber sowie die Plafonierung der Parkplätze. Zudem soll die Bahn als Zubringerin künftig eine bedeutendere Rolle spielen. «Dieses Ziel dürfte nicht leicht zu erreichen sein», meint die «NZZ». Zum einen sei die Reisezeit mit der Bahn deutlich länger als mit dem Auto und es würden direkte Verbindungen ab Zürich Flughafen fehlen. Zum anderen sorgt die Zukunft der Gotthard-Bergstrecke laut der «NZZ» für Unsicherheit: Noch ist unklar, wie Göschenen nach der Inbetriebnahme des Basistunnels Ende 2017 bedient wird.
Weitere Meldungen:
- Mittelfristig soll die Hafenwirtschaft das Rheinufer in Basel-Kleinhüningen räumen. Noch ist davon nichts sichtbar. Wie gross die geplanten Veränderungen sein werden, zeigt die «Basler Zeitung» an vier neuralgischen Punkten auf.
- Eine zweite Gotthard-Röhre würde der Tessiner Wirtschaft schaden. Dies behauptet eine Studie der beiden Tessiner Hochschulen USI und SUPSI. Der «Corriere del Ticino» berichtet.
- Die Exekutive von Lugano treibt die interkommunale Planung für das Gebiet Scairolo voran und beantragt einen Kredit von 300'000 Franken für die Errichtung eines Zonenplans. Mehr in der heutigen Ausgabe des «Corriere del Ticino
- Am Samstag wurde die modernisierte Sportanlage Heerenschürli in Zürich Schwamendingen eröffnet. Ein Baseballfeld und die Farbe Grün prägen die von Dürig Architekten und Topotek 1 Landschaftsarchitekten aufwendig erneuerte Anlage, meint die «NZZ».
- In Schnaus bei Ilanz (GR) hat das Churer Architekturbüros Walser und Gredig das modernste Kieswerk der Surselva realisiert. Die Anlage gilt nicht nur als effizient und durchdacht, schreibt die «Südostschweiz»: «Beim Bau wurde auch auf architektonische Qualität Wert gelegt.» 2010-08-20
Von Andres Herzog @ 11:10
Die geplanten Bauten an der Ecke Lager- und Langstrasse (Visualisierung: PD)
Im Zürcher Kreis 4 entsteht direkt an der Langstrasse ein Designhotel mit Büros und Wohnungen. Das siebenstöckige Gebäude setzt einen scharfen Kontrast zum Bestehenden, schreibt der «Tages-Anzeiger». Der Bau von E2a Eckert Eckert Architekten entsteht am Rande der Europaallee auf dem Baufeld H. Die SBB zeigt sich stolz, dass der Neubau das Minergie-P-Eco-Zertifikat erhält. Holger Wallbaum, ETH Professor für nachhaltiges Bauen, spricht dem Gebäude sogar «Meilenstein-Potenzial» zu. Doch Kritiker der Europaallee sehen im Bau ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigt, so der «Tages-Anzeiger». AL-Gemeinderat Niklaus Scherr bezeichnet das Vorhaben als «2000-Watt-Zynismus» und meint: «Unter dem Label des Ökologischen werden soziale Fragen völlig vernachlässigt.»
Weitere Meldungen:
- Angeführt von den Grünen, demonstrieren in Stuttgart seit Wochen Tausende gegen den milliardenschweren Umbau des Bahnhofs. Gegner und Befürworter des Grossbauprojekts «Stuttgart 21» stehen sich unversöhnlich gegenüber, berichtet die «NZZ».
- In der ganzen Innenstadt und in den Park- und Grünanlagen Berns dürfen Hunde ab nächstem Jahr nicht mehr frei herumlaufen. Die Hundeorganisationen begrüssen die Stossrichtung des Leinenzwangs, meldet der «Bund».
- Wenn es um Fussgängeranlagen geht, ist Ulrich Weidmann vom Institut für Verkehrsplanung der ETH zur Stelle. Im Interview mit der «NZZ» erklärt er, warum er die Westpassage am Zürcher Hauptbahnhof für vorbildlich hält.
- Der Churer Stadtrat will für den Bau der neuen Sportanlagen auf der Oberen Au die Steuern um fünf Prozent erhöhen, meldet die «Südostschweiz». Im Juni war die Stadtregierung noch davon ausgegangen, dass eine Steuererhöhung nicht nötig sein wird.
- Der Berner Stadtrat stoppt die Neugestaltung der Neuengass-Unterführung, da die Sanierungspläne für den Abgang kein Dach vorsehen. Das sei laut Kritikern zu gefährlich und führe zu Mehrkosten, berichtet der «Bund».
--> Lesen Sie den Kommentar von Redaktor Werner Huber zur Neuengass-Unterführung. |