|  2010-03-11 Zweiter Anlauf für den Bau eines neuen Kongresszentrums in Zürich: Der Gemeinderat hat einen Planungskredit von 2,3 Millionen Franken bewilligt, berichtet der «Tages-Anzeiger». Damit will der Stadtrat vier Standorte genauer überprüfen und eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen. Zur Wahl stehen das Areal Geroldstrasse zwischen Hardbrücke und SBB-Viadukt, die Kaserne im Kreis 4, der Hafen Enge sowie der Carparkplatz beim Hauptbahnhof.
Weitere Meldungen:
- Der rasante Bau des Stadion Letzigrund lief weit weniger glatt als bisher bekannt. Das schlug sich auf die Kosten nieder. Der «Tages-Anzeiger» rollt «die Geschichte einer Stadionplanung, die wohl vor dem Richter endet» auf und weiss: Die Stahlträger waren von Anfang an ein Problem.
- Die Baugenehmigung für den geplanten Tamedia-Neubau des japanischen Architekten Shigeru Ban ist gestern eingetroffen, vermeldet der «Tages-Anzeiger».
Ebenfalls im «Tagi»: Wie entsteht aus einer ungenutzten Fläche ein Park? Der Filmer Rolf Günter hat die Entstehung des Leutschenparks dokumentiert.
- Die reale Schweiz entfernt sich seit Jahren von der Postkartenschweiz; nicht nur mental, sondern auch, was das Landschaftsbild angeht. Eine Schau im Naturama Aarau dokumentiert den Wandel und skizziert Wege zu einem sanfteren Fortschritt. Ein Bericht in der «NZZ».
- Nach dem Hin und Her der vergangenen Monate haben die planerischen Grundlagen für das Manegg-Areal in Zürich-Wollishofen im Stadtparlament eine klare Mehrheit gefunden, meldet die «NZZ».
- Behält Stadtpräsidentin Corine Mauch ihren Sitz in der dreiköpfigen Bausektion des Zürcher Stadtrats, so dürften in Zukunft nur noch linksgrüne Politiker über alle Baugesuche in der Stadt Zürich entscheiden. Ein solche Machtkonzentration stösst auf Kritik, schreibt die «NZZ» und fordert im Kommentar: «Baupolitik breit abstützen – der Standort Zürich steht auf dem Spiel».
- Die Pläne eines Neubaus für das Naturhistorische Museum in Basel sind noch nicht vom Tisch. Die Zeit aber drängt, denn im Berri-Bau an der Augustinergasse stehen grössere Investitionen an, schreibt die «Basler Zeitung».
- Der Boom im Berner Wohnungsbau hat sich 2009 abgeschwächt: Der Wohnungsmarkt wuchs auf 74 388 Einheiten – die Bevölkerung auf 130 289 Personen. Der «Bund» berichtet.
2010-03-10
Von Lilia Glanzmann @ 12:00 
So soll das Hotel Gütsch nach dem Ausbau aussehen. (Visualisierung: Marques AG/Iwan Bühler GmbH)
Die Differenzen zwischen der Château Gütsch Immobilien AG und dem Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee (LSVV) sind ausgeräumt, berichtet die «Neue Luzerner Zeitung». Der LSVV hatte seine nun zurückgezogene Einsprache gegen den Um- und Ausbau des «Gütsch» mit Vorbehalten gegenüber einigen gestalterischen Aspekten des überarbeiteten Projekts der ARGE Marques AG und Iwan Bühler Architekturbüro GmbH begründet. Nun rechnet die Château Gütsch Immobilien AG damit, dass die Baubewilligung nun in Bälde erteilt werden kann und geht davon aus, gemäss Plan mit der Umsetzung des Projekts beginnen zu können. Mehr zum Projekt lesen sie hier.
Weitere Meldungen:
- In der «NZZ» finden sich Meldungen zu unterschiedlichen Projekten: So sorge der geplante Abbruch des schwimmenden Restaurants «Pier 7» am Bellevue weiter für Widerstand, das Projekt «Nagelhaus» unter der Hardbrücke kommt in Folge eines SVP-Referendums vors Volk und das Schloss Laufen am Rheinfall soll für 13,6 Millionen renoviert werden.
- Ebenfalls in der «NZZ» eine Seite über die Entwicklung des Berliner Stadtbezirks Prenzlauer Berg und wie dort nun mit dem Bau von Luxuswohnungen eine neue Phase einzutreten scheint.
- Gestern beantragte die Baselbieter Regierung einen Kredit von 74,2 Millionen Franken für das Strafjustizzentrum beim Bahnhof Muttenz. Wenn der Landrat den Kredit bewilligt, kann ab 2011 gebaut werden. Zwei Jahre später wäre das von den Basler Architekten Kunz und Mösch geplante Gebäude fertig. Das schreibt die «Basler Zeitung».
- Ebenfalls in der «BaZ»: Auf der Heuwaage will der Zoo ein «Ozeanium» als spektakulären Besuchermagneten bauen. Ebenfalls auf der Heuwaage möchte das Präsidialdepartement für das Naturhistorische Museum bauen. Thematisch passt beides gut zusammen, doch der Platz reicht nicht. Entscheiden soll das Basler Parlament.
- Der «Bund» präsentiert das Siegerprojekt für Seniorenwohnungen in Bolligen. «Traubenkirsche» heisst der prämierte Entwurf von Schär Buri Architekten aus Bern. Die beiden Baukörper sollen eine Fassade aus verschiedenen Hölzern - darunter die Traubenkirsche - erhalten. Im Sommer 2011 soll Baubeginn für das 16 bis 20 Millionen Franken teure Projekt sein.
- Der «Tages-Anzeiger» zeigt den Betonturm, der beim Schloss Laufen den Rheinfall erschliesst. 14 Millionen Franken hat der Kanton Zürich investiert, um den Rheinfall als Touristenmagnet attraktiver zu gestalten. Ende März wird die neue Anlage eröffnet. 2010-03-09 Im Zugangsbereich der Klosterinsel Rheinau soll ein kubischer Neubau erstellt werden, berichtet die "NZZ" heute. Das Konzept ist aus einem Projektwettbewerb hervorgegangen; die Baudirektion des Kantons Zürich hat am Montag in Rheinau die insgesamt 42 eingereichten Arbeiten vorgestellt. "Den 1. Platz belegt das Projekt "stabilitas loci" von Bembé und Dellinger Architekten aus Greifenberg bei München. Es sieht einen staatlichen Neubau im Eingangsbereich bei der Brücke vor, der laut Jury trotz architektonischem Ausdruck der heutigen Zeit die gestalterische Grundhaltung der Klosterbauten in Klarheit, Strenge repetitiver Fassadenstruktur und kubischer Einfachheit übernimmt," beschreibt die "NZZ".
Weitere Meldungen:
- Wegen Steinschlaggefahr entsteht zurzeit zwischen Hergiswil und Stansstad eine 500 Meter lange schwimmende Brücke als Strassenprovisorium. Ein schönes Bild im "Tages-Anzeiger".
- Wer eine langfristige Hypothek vorzeitig kündigt, muss Strafe zahlen. Ein Bericht im "Bund".
- Das Nein zur Bebauung auf dem Landhof-Areal hat beim Präsidenten der Familiengärtner nicht nur positive Gefühle ausgelöst: Der Druck auf unbebaute Flächen in der Stadt könnte grösser werden. Ein Bericht in der "Basler Zeitung".
- Ebenfalls in der "BaZ": Die Baselländer Gemeinde Stein hat in einer Mitwirkungskonferenz die Bedürfnisse der Bevölkerung für eine Überbauung auf dem Rheinfelsareal eruiert.
- Gemeindefusionen sind politisch heikel und manchmal heftig umstritten. Dass sie aber offenbar reibungslos und für die Gemeinden vorteilhaft über die Bühne gehen können, zeigt die " Südostschweiz" am Beispiel von Churwalden, Malix und Parpan. 2010-03-08 Der Rechtsstreit zwischen der Stadt Zürich und der Generalunternehmung Implenia hat bereits begonnen. Laut Recherchen des «Tages-Anzeiger» fand bereits eine Schlichtungsverhandlung vor dem Friedensrichter statt. Zu einer Einigung kam es nicht. Nun will die Baufirma Klage gegen die Stadt einreichen. Sie macht Mehrkosten beim Bau des Stadions in zweistelliger Millionenhöhe geltend. Laut einem Insider geht es um 20 Millionen Franken. Das Amt für Hochbauten sieht keinen Grund für weitere Zahlungen: «Die Stadt hat sämtliche Verpflichtungen aus dem Werkvertrag vollumfänglich erfüllt», lässt man verlauten.
Weitere Meldungen:
- Der «Tages-Anzeiger» interviewt den japanischen Architekt Riken Yamamoto, der am Flughafen Zürich mit dem Circle ein luxuriöses Dienstleistungszentrum baut: «Präzision ist die herausstechende Eigenschaft der Schweiz, und ihr möchte ich mit meiner Architektur einen Ausdruck gegen. Mit einem feingliedrigen, strukturellen Bausystem, das sich aus kleinen Einzelheiten zur Grossform zusammensetzt», erklärt Yamamoto.
- Winterthur beteiligt sich mit 4,5 Millionen Franken an einem Windenergiepark in der Nordsee. Die Bevölkerung hat sich mit knapp 60 Prozent dafür ausgesprochen, berichtet der «Tages-Anzeiger».
- Das Waberer Hochhaus nimmt die erste Hürde, meldet der «Bund». In Köniz BE sagen die Stimmenden klar Ja zu dem ambitiösen Architekturplänen von Investor Hans Widmer. Es ging um die Frage, «ob Investor Hans Widmer die Möglichkeit erhalten soll, kühnere, markantere Architektur zu verwirklichen, als dies die bisherige Bauordnung erlaubt hätte, schreibt der «Bund» im Kommentar.
- Ebenfalls im «Bund»: Bieler sagen Ja zur Anpassung der Mantelnutzung im Stadion. Der «Bund» berichtet.
- «Auf dem Landhof wird nicht gebaut» meldet die «Basler Zeitung»: Mit 60 Prozent Jastimmen hat die Initiative «Der Landhof bleibt grün» die Zustimmung des basel-städtischen Souveräns erhalten. «Der zelebrierte Stillstand ist in Basel anscheinend mehrheitsfähig» heisst es im Kommentar dazu.
- «Bar Rouge ganz frisch in Schwarz». Die «Basler Zeitung» berichtet vom Grand Opening. ( Hochparterre Schweiz war auch dabei).
- Ebenfalls in der «Basler Zeitung»: Das Badeparadies Aquabasilea zog zur Eröffnung wider Erwarten keine Menschenmassen an.
- Felsberg lehnt eine neue Ortsplanung klar ab, berichtet die «Südostschweiz». 2010-03-05 
Bild: PSP / BMP / graf.riedi
Auf dem Areal der ehemaligen Gurtenbrauerei in Wabern hat die Investorin PSP Swiss Property das Baugesuch für 100 neue Wohnungen eingereicht. Ausserdem will sie Gewerberäume renovieren, berichtet «Der Bund». Das 31 000 m2 grosse Areal wurde 1996 stillgelegt, seither gab es nur punktuelle Zwischennutzungen. 95 Millionen werden investiert. Im vorderen Teil des Areals ist das Wohngebäude Quellfrisch von Matti Ragaz Hitz architekten und W2 Architekten geplant, 100 2- bis 5 Zimmerwohnungen im oberen Preissegment. Dahinter folgen Gewerbe und Dienstleistungsräume, die der historischen Bedeutung des Areals Rechnung tragen. Erhalten bleiben das Suhaus, die Direktorenvilla und die Flaschenabfüllanlage. Projektentwickler ist die BMP Management AG. In den nächsten Monaten befinden Gemeinde und Kanton über das Baugesuch, Baustart ist für Mitte 2011 geplant.
Weitere Meldungen:
«Der Bund» meldet, dass die Träger des Projekts «Zukunft Bahnhof Bern» acht Varianten für den Bau des neuen Tiefbahnhofs prüfen. Die SBB prüfen ihrerseits, die Decke über den Geleisen punktuell zu öffnen, damit Tageslicht in die Perronhalle ströme.
Die «NZZ» berichtet in einer lesenswerten Reportage aus Bukarest, wo der Boulevard Magheru, ein eindrückliches Ensemble klassisch-moderner Architektur, vom Abriss bedroht ist.
Zwischen dem Stauwehr Höngg in Zürich und der Autobahnbrücke bei Oberengstringen soll die Landschaft zu einem Auenpark renaturiert werden - Natur- und Hochwasserschutz in einem, berichten «NZZ» und «Tages-Anzeiger».
Oberhalb des Zürcher Bucheggplatzes sollen 70 neue Wohnungen entstehen. Bauherrschaft ist die Baugenossenschaft des Eidgenössischen Personals BEP. Die Stadt Zürich hat den Architekturwettbewerb durchgeführt, die Jurierungen am 11.3. und am 26.3. sind öffentlich; ebenfalls im «Tages-Anzeiger» zu lesen.
Und nochmals «Tages-Anzeiger»: Die angehende Landeschefin der Ikea, Ulrike Spang-Lessnow, zeigt ihre Wohnung - eine Art Werbeausstellung, so scheint's.
Die Baubewilligung für das neue Messezentrum in Basel ist rechtsgültig, berichtet die «BAZ». Die zwei letzten Rekurrenten Robert Schiess, Präsident des Basler Heimatschutzes und der Konzertveranstalter AVO-Sessions haben sich mit der Messe Schweiz geeinigt. Für das 430 Millionen teure Projekt von Herzog & de Meuron beginnen gleich nach der Baselworld die ersten Vorbereitungsarbeiten.
Wie der «Corriere del Ticino» berichtet, werden die Architekten Pietro Lombardi und Rosario Sanfilippo das historische Hotel Carlton Villa Moritz in Lugano-Castagnola in eine Residenz mit zwölf Wohnungen umbauen. Das sei ein Verlust für Lugano, wo die Anzahl Hotels seit den 1990er Jahren von 185 auf 108 gesunken sei.
Und zum Letzten: Nun schwappen sie wieder durch die Medien: Autosalon-Zeit ist «Promi-im-Auto-Bildli-Zeit». «Blick» zeigt eine leicht irritierte Bundespräsidentin Doris Leuthard, die sich von Frank Rinderknecht seinen Rinspeed-Prototyp «E-Speedster UC» erklären lässt. Genau, dieses kleine Autöli, das sinnloserweise auch in einem Intercity-Zug verladen werden kann. 2010-03-04 Thomas D. Meier hat im letzten Herbst die Nachfolge von Hans-Peter Schwarz als Rektor der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) angetreten, die heute ihren zweiten Hochschultag feiert. Im Gespräch mit der «NZZ» zieht er eine Bilanz seine Einstiegsphase. Über die abgesetzten gestalterischen Weiterbildungskurse sagt Meier: «Diese Kurse waren tatsächlich eine Brücke zur Öffentlichkeit. Wir bedauern deshalbb, dass wir diese Angebot aufgeben müssen. Aber wir orientieren uns weiterhin an der künstlerischen und gestalterischen Praxis. Unsere Abgänger bewähren sich auf dem Markt. Das belegt, dass unser Bezug zu den Berufsfeldern intakt ist».
Mehr zum »NZZ»-Interview mit den neuen ZHdK-Rektor lesen Sie im Kommentar von Meret Ernst.
Weitere Meldungen:
- «Nur der Riss ist ein Problem» sagt ETH-Professor Thomas Vogel im Gespräch mit der «NZZ» zu den Baumängeln am Letzigrundstadion.
- «Wenn Stahl bei Prestigebauten rostet, wird es teuer». Die Stützen des Letzigrunds haben bekannte Vorgänger: die Pyramide am See oder zwei Winterthurer Schulhäuser. Ein Bericht im «Tages-Anzeiger».
- Ebenfalls im «Tagi»: «Das Mode-Abc für die Frau im Frühling - was Sie über die wichtigsten Trends wissen müssen, um souverän in die neue Saison zu starten.»
- Die Eisenbahner-Baugenossenschaft Bern und Umgebung (EBG) investiert 35 Millionen Franken in die Sanierung von 140 Häusern im Berner Weisssteinquartier, berichtet der «Bund». Die Mieter und Mieterinnen müssten vorübergehend ausziehen und happige Mietzinserhöhungen hinnehmen.
- Die Stadt Bern wird den Schadenersatzforderungen der Planer des gescheiterten Progr-Projektes wohl entgegenkommen. Es geht um einen sechsstelligen Betrag, weiss der «Bund».
- Studenten, Doktoranden und Professoren der EPFL sind sich uneins, ob sie das neue Learning Center mögen. Stimmen dazu in der «24heures».
- Die Nordwestschweizer Kantone bündeln ihre Kräfte beim Agglomerationsprogramm. Sie erhoffen sich davon mehr Gewicht in Bern. Ein Berich in der «Basler Zeitung».
- «Wir haben es uns einfach zugetraut». Der Schweizer Designer Albert Kriemler im Interview mit der «Weltwoche» über Mode, Madonna, Kate Moss und seine Kundin Angelina Jolie.
2010-03-03 
Die Notstützen werden am Stadion Letzigrund montiert.
Der «Tages-Anzeiger» berichtet heute breit über die Diskussion um die Mängel am Dach des Letzigrundstadions in Zürich. Der verwendete Cor-Ten-Stahl sei einzig anfällig auf Dauernässe, also auf Wasser, das lange liegenbleibe. In einer Dachkonstruktion wie jener des Letzigrund-Stadions sei Dauernässe denkbar, wenn das Dach lecke. «Dies wäre ein Baumangel», folgert der «Tagi». Anders lägen die Dinge beim Riss im Stahlträger. «Laut den Experten kann ein solcher Riss die Folge von übermässiger mechanischer oder statischer Belastung sein; der Träger wäre dann zu schwach dimensioniert. In diesem Fall hätte der Bauingenieur ein Problem, denn er ist für die statische Berechnung der Stahlträger verantwortlich. Wenn der Riss aber an einer Schweissnaht aufgetreten sei, gehe es um eine unsachgemässe handwerkliche Verarbeitung, was den Bauingenieur entlaste. Verantwortlich wäre dann der Hersteller der Träger.
Zu Wort kommt auch Gerold Stratz, Geschäftsführer der am Bau nicht beteiligten Firma Stahl-Impex in Zürich. Stratz hat der Letzigrund-Konstruktion «von Beginn an nicht getraut. Er ist nicht überrascht, dass schon nach so kurzer Zeit solche Schwierigkeiten auftreten. Er rechnet auch nicht mit einer schnellen Lösung. Viel eher mit einem Problem, das uns noch auf Jahre hinaus Diskussionsstoff liefern wird». Dem widerspricht die verantwortliche Architektin Marie-Claude Bétrix von Bétrix & Consolascio. Sie sagt gegenüber der Zeitung, die Letzigrund-Konstruktion sei insgesamt eine «mathematisch-geometrische Sache». Man sei heute problemlos in der Lage, solche Projekte richtig zu berechnen. Sie wehrt sich gegen voreilige Schuldzuweisungen.
Weitere Meldungen:
- Das Sprengel-Museum für moderne Kunst in Hannover wird nach einem Entwurf des Zürcher Architekturbüros Meili + Peter umgebaut. Das Büro gewann einen internationalen Wettbewerb, berichtet der «Tages-Anzeiger».
- Der Verkehrsrichtplan des Kantons Zürich sieht rund 60 Umfahrungsprojekte vor. Wie sich im Zürcher Oberland zeigt, beeinflussen die lokalen Rahmenbedingungen die Zweckmässigkeit massiv. Ein Artikel in der «NZZ».
- Ebenfalls in der «NZZ»: Der Opfiker Glattpark wächst. Der Gemeinderat bewilligt einen Kredit für die Entwicklung der zweiten Etappe.
- «Zwischen Idyll und ausgebeutetem Naturraum»: In der alten Fabrik in Rapperswil-Jona zeigen das Architekturforum Obersee und die Gebert-Stiftung eine Ausstellung mit Landschaftsfotografien. Die «NZZ» hat die Ausstellung besucht.
- Morgen eröffnet das Ilfis-Center in Langnau nach fast drei Jahren Bauzeit seine Tore. Der «Bund» berichtet, wie der «Öko-Coop» funktioniert.
- Ebenfalls im «Bund»: Am Freitag wird der Wasser-Erlebnispark «aquabasilea» in Pratteln eröffnet. Er gehört zu einer Gesamtüberbauung auf einem 66 000 Quadratmeter-Areal, finanziert von zwei Immobilien-Anlagefonds der Credit Suisse. Die weiteren Bauten sind ein 175-Zimmer-Hotel und ein Büroturm, in den sich der Chemiekonzern Clariant eingemietet hat.
- Derzeit verläuft durch die Bündner Gemeinde Felsberg ein Graben entlang einer politischen Linie: Befürworter und Gegner der Ortsplanung werfen sich Falschaussagen vor. Eine Reportage in der «Südostschweiz».
- Formel-1-Star Michael Schuhmacher will auf seinem Grundstück in Gland VD eine weitere Villa bauen, um seine Gäste zu empfangen. «24heures» berichtet.
2010-03-02
Vom Vorzeigeprojekt zum Sanierungsfall: Rost und Risse im Dach des Letzigrundstadions (Bild: sengers.ch)
Die Stahlträger im Letzigrund sind stärker beschädigt als bisher angenommen, berichten heute «Tages-Anzeiger» und «NZZ». «Neben den bereits seit drei Wochen bekannten Rissen im Stadiondach über der Haupttribüne haben Experten nämlich auch noch Rost an kritischen Stellen entdeckt, namentlich in mehreren der insgesamt 31 Stahlträger» heisst es im «Tagi». Die Stadt habe bereits eine Mängelrüge bei der Generalunternehmerin Implenia eingereicht. Als Auftraggeberin verfüge man über eine Garantie bei der Baufirma. Laut Hochbaudepartement wurde bei der Stahlherstellung unsauber gearbeitet: «Der Stahl weist Verunreinigungen durch Schlacke auf.» Diese könne eine Schwächung der betroffenen Bauteile durch Rostbildung zur Folge haben.
Implenia nimmt die Mängelrüge laut «Tages-Anzeiger» zur Kenntnis, verweist aber darauf, dass man das Stadion aufgrund der von der Stadt gelieferten Pläne und Berechnungen gebaut habe. «Vom Vorzeigeprojekt zum Sanierungsfall», titelt die «NZZ» zitiert schadenfroh die Homepage von Implenia: «Jede der 31 Stützen musste unter der Aufsicht eines Geometers millimetergenau eingepasst werden. Wäre hier ein Fehler entstanden, er hätte nicht mehr korrigiert werden können.»
Mit «geeigneten Massnahmen» will die Stadt den Letzigrund in den nächsten Monaten «ertüchtigen». Entweder müssten schadhafte Elemente ersetzt werden, oder die Belastung müsste verringert werden, weiss der «Tages-Anzeiger».
Weitere Meldungen:
- Wie tönt Zürich? Für den Musiker und Lehrer Andres Bosshard ist jeder Lebensraum auch ein Klangraum. In seinem neuen Buch lädt er zu akustischen Entdeckungsreisen durch die Stadt ein. Ein Porträt im «Tages-Anzeiger».
- Ebenfalls im «Tagi»: Beim Sturz in einen 13 Meter tiefen Schacht in einem Möbelhaus hat sich eine Frau schwer verletzt. Der Architekt und der Geschäftsleiter wurden jetzt schuldig gesprochen.
- Zürichs Westen im Umbau: «Die Transformation des Industriequartiers ist in vollem Gange». Eine Bildreportage in der «NZZ».
- Die EPF Lausanne ist schon längst aus dem Schatten der ETH Zürich getreten. «Nur hat das die Deutschschweiz noch nicht gemerkt», schreibt der «Bund».
- Gestern früh fiel der Startschuss für die Gesamterneuerung der Stadttangente Bern. Die erwarteten Staus blieben mehrheitlich aus. Doch das Bundesamt für Strassen rechnet in den kommenden Tagen mit mehr Verkehr, informiert der «Bund».
- Die Luzerner Grafikschülerin Fabienne Angehrn ist für ein Plakat für das Internationale Menschenrechtsforum Luzern 2007 mit dem Deutschen Designpreis 2010 ausgezeichnet worden, meldet die «Basler Zeitung».
- Der Pharmakonzern Roche wird ein Inventar mit erhaltenswerten Gebäuden erstellen. Dies geht laut «Basler Zeitung» aus dem Bebauungsplan für den neuen 180-Meter-Turm hervor. Mehr zum Turmprojekt gibt es hier.
- Für den alten Steg in Rheinfelden gibt es seit Langem Alternativen, die nie Beachtung fanden. Nun verlangen Rheinfelder, dass die Stadt diese aufgreift, bevor man ohne Rheinübergang dasteht. Ein Bericht in der «Basler Zeitung».
- Gegenwart und Zukunft der erneuerbaren Energiequellen im Kanton Tessin: ein Interview im «Corriere del Ticino» mit Corrado Solcà, Mitglied der Energiekommission des Grossen Rats.
- Nur eine Stunde Fahrzeit zwischen Bern und Lausanne: Um dieses Versprechen gegenüber der Westschweiz zu halten, wollen die SBB Züge für 2 Milliarden Franken kaufen. Doch bei welchem Hersteller? «24heures» berichtet über den «Industriekrieg».
- Mit dem Elektro-Opel «Ampera» an den Autosalon nach Genf: eine Reportage im «Blick». 2010-03-01 Pünktlich zum Genfer Autosalon wird sie dieses Jahr ein weiteres Mal angekündigt: die alternative Technik, der Durchbruch der Elektroautos. Der «Tages-Anzeiger» porträtiert Fredy A. Lienhard, den Besitzer der Büromöbelfabrik Lista. «Er hat die tollsten Traumwagen gefahren: Ferrari, Porsche, Lamborghini, Maserati (...) Heute fährt er als einer der Ersten in der Schweiz einen vollelektrischen Roadster der Marke Tesla.» Auf die «Imageprobleme» der Elektromobile («unattraktives Design, müdes Tempo und schwächliche Batterien») angesprochen sagt Lienhard: «Mit dem elektrischen Tesla bin ich so schnell wie mit dem Porsche». Lienhard unterstützt das AMZ-Racingteam, das Elektroautorennen in der «Formula Student» bestreitet und will auf dem Dach seines Gewerbehauses Solarzellen installieren: «Die Ingenieure in Kalifornien haben mir gesagt, mit dem Strom aus sechs mal sechs Meter Solarzellen könne man den Tesla 25 000 Kilometer im Jahr fahren».
«Elektrische Revolution» auch im «Blick»: Im Gegensatz zum «Tages-Anzeiger» stellt er die Frage, woher der Strom für die kommen könnte und titelt: «Elektroautos stehen vor dem Durchbruch: Brauchen wir jetzt ein neues AKW?»
Wie es um die Revolution bestellt ist, zeigen die Probleme des «Mindset». Mehr dazu hier.
Weitere Meldungen:
- «Die meisten Plakate sind handwerklich schlecht gemacht» sagt Regula Fecker, Werberin des Jahres 2010, die für den «Tages-Anzeiger» die Wahlplakate der Zürcher Stadtratskandidaten beurteilt.
- Das «Musée de l'art brut» hat ein neues LED-Lichtkonzept. Die «24heures» stellt es vor. 2010-02-26 
Nach der Umgestaltung wird die Pestalozzi-Anlage durchlässiger: ohne Hecken, dafür mit gewelltem Rasen. Visualisierung: Hager Landschaftsarchitekten
Der «Tages-Anzeiger» informiert heute über den Stand der Dinge bei der Neugestaltung der Pestalozzi-Anlage an der Zürcher Bahnhofstrasse. Hager Landschaftsarchitekten hatten den Wettbewerb gewonnen. Drei Einwendungen gingen letztes Jahr gegen die Neugestaltung ein: eine von Pro Velo für mehr Abstellplätze und zwei von zwei Vogelfreundinnen. Sie verlangten den Verzicht auf das Projekt, weil mit dem Schneiden der Hecken Lebensräume für Spatzen vernichtet würden. Stadtingenieur François Aellen lehnt diese Einwendung ab: Es sei zweifelhaft, ob die Vögel in den Hecken nisten würden, da sie dort wegen der vielen Spatzen ohnehin keine Ruhe fänden. Denn die Wiese ist nicht nur bei der menschlichen Bevölkerung beliebt, sondern auch bei der Spatzenpopulation: Mittags fallen hier viele Essensreste an. Kurz und gut: 2012 oder 2013 soll die Pestalozzi-Anlage umgebaut werden.
Weitere Meldungen:
Die «NZZ» berichtet über den Widerstand der Schrebergärtner gegen ein ZSC-Stadion auf dem Vulkan-Areal. Bereits haben mehr als 4500 Personen eine Petition unterschrieben. Schon vor neun Jahren wollte die Stadt auf dem Areal Sportanlagen bauen - und scheiterte am Widerstand. Wiederholt sich die Geschichte?
Mit dem ZSC-Stadion befasst sich auch der «Tages-Anzeiger»: Die PFZ (Partei für Zürich) schlägt vor, die Sportarena auf dem Areal des Juchhofs zu bauen. Das Hochbaudepartement spricht von einem denkbar ungeeigneten Ort: Mitten auf einer Wiese und erst noch abseits des «grossmassstäblichen Stadtkörpers» eine Arena zu errichten, wäre sicher nicht sinnvoll, zitiert der «Tagi» Patrick Gmür, den Direktor des Amtes für Städtebau.
Opposition auch in Lausanne: Gegen den Bau eines Mehrfamilienhauses mit acht Wohnungen in der Nähe der Hermitage wehren sich die Anwohner. «24heures» berichtet. |