Uster, Stadtpark: Wächter des Lichts

Die Leuchtkörper erhellen und weisen den Weg durch den Park. Foto: iart interactive
Durch einen schlecht beleuchteten Park zu spazieren ist unheimlich. Im Stadtpark Uster passiert das nicht – hier werden die Leuchten heller, wenn sich jemand nähert. Die Landschaftsarchitekten Schweingruber Zulauf haben den Stadtpark neu gestaltet und entlang der Wege 46 dieser interaktiven Leuchtkörper platziert. Für diese sind Gramazio & Kohler verantwortlich, sie haben die Licht-Stalagmiten zusammen mit der Firma iart entwickelt. Die Gehäuse aus Glasfaserkunststoff ragen 120 Zentimeter aus dem Boden. Wenn sich jemand nähert, steigt das Licht langsam aus dem Boden zur Spitze des Leuchtkörpers auf. Die Lampen agieren gemeinsam: Via Radar- und Sensortechnik informiert die Leuchte die umliegenden Lichtquellen. Eine Funkschnittstelle in der Basis der Hülle löst diese Kettenreaktion aus, die den Passanten den Weg weist. Nebst dieser Signaletik-Aufgabe soll die Installation Energie sparen: Die Leuchten glimmen bei nur drei Watt – solange niemand vorbei spaziert. Text: Lilia Glanzmann
Beleuchtung Stadtpark Uster, 2008
> Bauherrschaft: Stadt Uster, Abteilung Stadtraum und Natur
> Landschaftsarchitektur: Schweingruber Zulauf, Zürich
> Parkbeleuchtung: Gramazio & Kohler, iart interactive
> Fläche: 14 400 m²
> Gesamtkosten: ca. CHF 2 Mio.
> Kosten Beleuchtung inkl. Verkabelung: CHF 200 000.–
Kommentare
2009-02-22 13:15:04
der neue stadtpark in uster ist ja so was von hässlich und steril aber das allerletzte sind die beton sonnenliegen.
2009-11-20 09:00:28
Ein innovatives Kunstprojekt, das aber in der Praxis leider seinen Zweck nicht erfüllt. Die Beleuchtung ist viel zuwenig hell, das Licht von Bodennähe blendet und die Bewegungssteuerung reagiert zu langsam. Bis die Leuchten hell werden, ist man bereits vorbeigelaufen. Es ist mir unerklärlich wie man so etwas installieren kann. Das testet man doch vorher aus. In der Nacht erkennt man aus zwei Meter Entfernung das Gesicht einer entgegenkommenden Person nicht.


