Blickfang: Die Preise
Den überraschendsten Stand haben die drei Jurorinnen Carmen Greutmann, Ruth Grüninger und Katharina Tietze schnell ausgemacht: Er sieht aus wie eine Metzgerei und zeigt Schmuck von Stephanie Hensle, die aus Kunststoff-Würsten scheibchenweise Broschen anbietet, gefasste Porzellanbruchstücke, die Jagdszenen zeigen von Luzia Vogt sowie von Natalie Luder, die aus Kaninchenzähnen überraschend wilde Schmuckstücke macht (HP 3/07). Die drei Schmuck-Metzgerinnen, die sich als Les cotelettes zusammengetan haben, verdienen den Blickfangpreis in Gold und 1500 Franken.Schmuck aus Kaninchenzähnen: Natalie Luder


In Metall gefasste Porzellanscherben mit Jagdmotiven von Luzia Vogt
Auf dem zweiten Platz aus der AbteilungNewcomer liegt Merkmal, ein Label, das eben im Entstehen ist. Mit Merkmal No 2 besticht das Unternehmen von Andri Werlen schon jetzt: ein Rucksack, nicht von oben, sondern von der Seite her befüllt. Ein Ding mit hohem Gebrauchswert, durchdacht und glaubwürdig - der Kollege der unablässig den Rucksack präsentierte, sah aus wie der perfekte Nutzer: en Stadtnomade. Das gibt Silber und 1000 Franken.
Auf dem dritten Platz liegt eine wiederbelebte Schuhmarke, die 1898 in der später ostdeutschen Stadt Stadtilm gegründet wurde: Ilmia, neu lanciert von Christian Gafner, überzeugte die Jury nicht nur als Produkt (klassisch, unisex, dezent gelabelt), sondern auch durch den Auftritt, den er an der Blickfang hatte: ein Kunstrasen, eine Bank (Moobel) und die geschichteten Schuhschachteln - mehr braucht es nicht. Die Jury klatscht und vergibt 500.-

Das und alles weitere zu sehen auf der Messe Blickfang, die bis morgen Sonntag im Kongresshaus Zürich stattfindet.
Sa, 11-22 h, So 11-20 h


