Bahnhofplatz Winterthur
Für die Busstation am Winterthurer Bahnhof entwarfen Stutz, Bolt und Partner Architekten ein weit ausladendes Pilzdach. 2011/2012 wird es gebaut.

84 Millionen Franken verbaut die Stadt Winterthur in den nächsten Jahren am Bahnhof. Den Rahmenkredit bewilligten die Stimmbürger im letzten Herbst. Im Juli 2011 soll mit dem Bau des Herzstücks begonnen werden: der neuen Bushaltestelle mit dem weit ausladenden Pilzdach von Stutz, Bolt und Partner Architekten. Während eines Jahres soll der ganze Platz gesperrt, der Busverkehr umgeleitet werden. «Wenn wir alles sperren, sind wir schneller, brauchen weniger Provisorien und bloss einen Spezialfahrplan für Stadtbus», sagt Stadtrat Walter Bossert. Das Projekt wurde seit dem Wettbewerb von 2008 überarbeitet. Das Dach ist nun etwas grösser und besteht aus einer Stahlträgerkonstruktion mit Glasdach und einer Verkleidung aus Aluminiumlochblech. In anderthalb Monaten wird bereits die Gleisquerung vor dem Kesselhaus fertiggestellt, im Juni eröffnet die Stadt im Untergeschoss des Geschäftshauses «Stellwerk RailCity» eine 800-plätzige Velostation. Darüber berichten der «Tages-Anzeiger» und - etwas kleiner - die «Neue Zürcher Zeitung».

Weitere Meldungen:

- In Zürich fürchtet Stadtrat Andres Türler, Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe und also oberster Tramchef, ums Rosengartentram, berichtet der «Tages-Anzeiger». Wenn das Tram dereinst durch die hoch belastete Strasse fahren soll, bleibt pro Fahrtrichtung nur noch eine Spur für den übrigen Verkehr. Eine Initiative der EG Westtangente Plus hat eine Volksinitiative eingereicht, die die Projektierung des Trams «unter Verzicht auf neue Strassen fordert.» Wegen diesem Zusatz lehnt der Stadtrat die Initiative ab und beschloss einen Gegenvorschlag: ein Kredit fürs Tram-Vorprojekt und für die «erforderliche teilweise Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs». Die parlamentarische Verkehrskommission berät seit längerem, dort haben die Grünen einen eigenen Gegenvorschlag eingebracht: Kein Ausbau des Strassennetzes, aber ein Kredit für den Schutz der Wohnquartiere vor dem Ausweichverkehr. Am Ende fürchtet der Stadtrat ein mehrfaches Nein - Türlers Schreckensszenario.

- Die Burganlage Jörgenberg, die mächtigste in der Surselva, ist ein beliebtes Ausflugsziel und geschätzt als Ort für private Anlässe. Allerdings gibt es dafür weder Strom noch sanitäre Anlagen. Nun hat eine Arbeitsgruppe der Gemeinde Waltensburg ein Konzept für die künftige Nutzung ausgearbeitet. Neben der Burg soll ein Infrastruktur-Bau entstehen - einen ersten Entwurf zeichnete Gion A. Caminada, der ebenfalls in der Arbeitsgruppe sitzt. Er stellt sich ein «archaisch, hermetisch und schweigsames» Steingebilde vor, steht heute in der «Südostschweiz».

- Les Grands-Prés de Baugy in Montreux waren lange Zeit als Bauplatz für das Spital der Riviera vorgesehen. Doch nun gehen die Ideen eher Richtung gemischte Nutzung. Mit dem Projekt «Synasiedlung» gewann ein Team aus Italien den Europan-Wettbewerb über dieses Areal. «24heures» stellt das Projekt vor.

-Und zum Schluss noch eine Ankündigung für morgen: Der Samstagsausgabe von «24heures» liegt das Supplement «Beaulieu 2020» bei, das über die Zukunft des Ausstellungsgeländes berichtet: «Un chantier majeur pour la capitale et le canton».