Visp, Berufsfachschule: Ein kompakter Kristall

In den Fenstern und der Fassade aus poliertem Inox-Stahl spiegelt sich die Umgebung der Berufsfachschule Visp. Fotos: Hannes Henz
Die Berufsfachschule Oberwallis liegt hinter dem Bahnhof Visp siehe HP 3 /08 in einem gemischten Quartier mit Wohnhäusern, Schulen und Gewerbe. Bonnard Woeffray architectes ergänzten die beiden bestehenden Gebäude aus den Sechziger- und Achtzigerjahren mit einem Neubau, der den Winkel zwischen den Altbauten zu einem Hof schliesst. Die Fassade aus poliertem Inox-Stahl und Glas gibt dem Haus einen eindrücklichen Auftritt und lässt es grösser scheinen, als es ist. Je nach Blickwinkel glänzt das Haus wie ein spiegelnder Kristall — oder dann verschwindet es beinahe im Himmel. Der innere Aufbau des Schulhauses ist einfach: Die Architekten ordneten die Räume in drei parallelen Schichten von nahezu identischer Breite. An der Fassade liegen die Unterrichtszimmer, der zentrale Raum ist gleichzeitig Verteilzone und Gruppenarbeitsraum. Farbige Gläser schliessen die einzelnen Bereiche voneinander ab — gleichzeitig trennend und verbindend, wie es dem pädagogischen Konzept entspricht. Die Gläser sind auch der einzige, dafür umso kräftigere farbige Akzent in dem von der Betonkonstruktion und den Aluminiumrahmen geprägten Gebäude. WH
Ergänzungsbau Berufsfachschule, 2009
Gewerbestrasse 2, Visp VS
> Bauherrschaft: Kanton Wallis, Dienststelle für Hochbau, Denkmalpflege und Archäologie
> Architektur: Bonnard Woeffray architectes, Monthey
> Fassadenplanung: Arteco, Chexbres
> Anlagekosten (BKP 1-9): CHF 12 Mio.


