Visp, Raiffeisen: Beton im besten Licht

Der Neubau der Raiffeisenbank Visp ergänzt die Stadtstruktur. Der Rücksprung an der Kantonsstrasse entschärft den Übergang zur Balkonfassade (links). Foto: Thomas Andenmatten
Visp setzten Vomsattel Wagner Architekten anstelle einer baufälligen Villa einen dunklen Stadtbaustein. An der Bahnhofstrasse übernimmt er — trotz Lücke nebenan — die Flucht der übrigen Bebauung, an der Kantonsstrasse springt er zurück. Erdgeschoss und drei Obergeschosse dienen der Bank und sind mit einer internen Treppe verbunden. Die Büros im 4. und 5. Obergeschoss sind vermietet. Im Attika gibt es eine Wohnung. Das Gebäude ist ein Betonbau mit tragenden Aussenwänden und Kern, wobei die Lasten so geführt sind, dass der Saal im 1. Stock und die Kundenhalle stützenfrei bleiben. Wegen der geringen Höhe der Obergeschosse (die Decken sind thermoaktive Bauteilsysteme TABS) legten die Architekten grossen Wert auf die Beleuchtung. Hier spielen die linienförmigen Wandstrahler mit einer Einbautiefe von nur 3 Zentimetern eine zentrale Rolle. LED-Leuchten setzen die Fassade in ein effektvolles Licht. WH
Wohn- und Geschäftshaus, 2009
Bahnhofstrasse 10, Visp VS
> Bauherrschaft: Raiffeisenbank Region Visp
> Architektur: Vomsattel Wagner Architekten, Visp
> Licht: Felice Dittli, Luzern; Vogt & Partner, Winterthur
> Kunst-und-Bau: Joëlle Allet, Leukerbad
> Auftragsart: Studienauftrag 2006
> Anlagekosten (BKP 1–9): CHF 9,3 Mio.


