Raumtraum: Tatiana Trouvé im Migrosmuseum

[Kunst]

Räume, als wären sie geträumt: sie sind noch bis zum 21. Februar im Migrosmuseum Zürich zu sehen. Die Künstlerin Tatiana Trouvé (* 1968 in Cosenza, lebt und arbeitet in Paris) hat sie spezifisch für das Museum entwickelt. Tatiana Trouvé konstruiert Räume, die ebenso physisch real wie irreal erscheinen. Als hätte sie ihre Träume nach aussen gestülpt und sie so zur Kulisse unserer eigenen Träume gemacht.


Tatiana Trouvé, Inchoactivity - La chambre se referme, 2009
Foto: A. Burger


Tatiana Trouvé, L'anti-chambre, 2009 (Foto: A. Burger)

Anna Kanai & Andreas Dobler im Kunstraum Baden

[Kunst]

 

Ein überdimensioniertes, hängendes Gestell aus Wärmedämmplatten bietet unzählige Nischen, in denen Anna Kanai und Andreas Dobler ihrer kleinformatigen Malereien unterbringen. Die Installation ist Teil der Ausstellung CONFODRAMA im Kunstraum Baden. Angesiedelt zwischen einem domestizierten Merzbau und einer Wohnwand, bietet die Installation viel Nahrung für Entdeckungslust. Und ja, etwas Voyeurismus: welcher Teil stammt aus ihrer, welcher aus seiner Hand? Die beiden Kunstschaffenden, die hier zusammenspannen und auch privat ein Paar sind, zeigen Verdrängtes, Unschönes und Unfertiges.

--> Werstattgespräch mit den Künstlern, Claudia Spinelli und Thomas Widmer (TA)
--> Kunstraum Baden, Haselstrasse 15 (Bahnhof West)
--> Dienstag, 12. Januar, 18.30, anschliessend Apéro

Himmelwärts: Weihnachts-Kunstbasar

[Kunst]

Wer noch nicht alle Weihnachstgeschenke hat und den japanischen Weihnachtsbasar Oseibo verpasst hat, wird vielleicht am Kunstausverkauf «Himmelwärts» der Galerie Station 21 fündig: «Am Freitag, 18. Dezember, ist der Kunstraum von 18 Uhr bis 24 Uhr und am Samstag, 19. Dezember 2009, von 13 Uhr bis 24 Uhr, geöffnet. Es gibt nicht nur regionale Kunstwerke von 30 Kunstschaffenden zu erschwinglichen Preisen zu kaufen, sondern auch die Gelegenheit für persönliche Gespräche in entspannter Atmosphäre.», steht es zumindes auf der Homepage.

Unter den Künstlerinnen und Künstler sind auch alte Bekannte von Hochparterre, beispielsweise die Architekturfotografen Roger Frei (Bild oben), Désirée Good und Tobias Frieman.

Weiter stellen aus: Christine Bänninger (Fotografie), Muriel Baumgartner (Fotografie), Marius Brun del Re (Zeichnung), Ida Dober (Installation), Christian Eberhard (Trickfilm), Andy Fischli (Comic, Fotografie, Illustration), Dirk Fleischhut (Siebdruck), Christoph Hauri (Folienmalerei, Matrize), Sabine Hinnen (Textiles), Sava Hlavacek (Fotografie), Patricia Huijnen (Fotocollage), Frank Kauffmann (Zeichnung), Ariane Lia (Fotografie), Sonja Lotta (Fotografie), Julia Marti (Zeichnung, Comic), Jenny Rova (Fotografie), Karin Schneider (Illustration), Florian Schwander (Radierung), Sandra Stark (Schmuck), Ruedi Staub (Fotografie), Marianne Studer (Illustration), Milva Stutz (Zeichnung, Comic), Sabine Troendle (Fotografie), Anne C. Wirth (Textiles), Tatiana Witte (Mischtechnik), Oliver Zenklusen (Fotografie).

/ plattform für junge kunst / stationsstrasse 21 / 8003 zürich

Patrick Hari ZKB Kunstpreis-Träger

[Kunst]

An der Messe Kunst 09 stiftet die Zürcher Kantonalbank einen Kunstpreis - in getreuer Pflichterfüllung, muss die ZKB doch per Gesetz zur Lösung von volkswirtschaftlichen und sozialen Aufgaben im Wirtschaftsraum Zürich beitragen, heisst, das geht auch über Kunstförderung.

Zu diesem Zweck wurden 12 Künstlerinnen und Künstler zu einer Soloshow eingeladen, darunter Anna Amadio (bei Lullin + Ferrari), Tom Huber (Rotwand), Gregory Wyder (Galerie Hubert Bächler) oder Tobias Spichtig (Katz Contemporary). Die kleine Jury, bestehend aus Kunsthaus-Kurator Tobia Bezzola, Zürcher Kunsthalle-Direktorin Beatrix Ruf und Sabine Rusterholz vom Kunsthaus Glarus, vergaben den Preis und damit CHF 10'000 an Patrick Hari, der von der Galerie Abbt Projects vertreten wird. Und in seiner Koje eine Baustelle als Werkstatt eingerichtet hat, in der er während der vier Messetage anwesend ist und vor Ort Kunstwerke produziert, die gleich verkauft werden. Als wir ihn antreffen, kletterte er leicht übernächtigt vom Dach seiner prekären Installation mit einem Stapel 20-Minuten unter dem Arm, in die er zwei Löcher gestanzt hat und die für 2 Franken verkauft werden.

Und wenn Sie sich jetzt fragen, wieso diese Meldung bei Hochparterre-Schweiz erscheint, dann graben sie die Hefte aus dem Altpapier hervor und blättern Sie zur Rubrik Siebensachen: Patrick Hari hat ab Heft 4/08 bis 11/09 das Bild dieser Rubrik geprägt. Bis er im Herbst nach Genua reiste, dank Atelierstipendium der Stadt Zürich.

Wer mehr über seine Arbeit wissen will: Samstag, ab 14 Uhr führen Joy Neri und Laurence Frey Künstlergespräche unter den Nominierten und machen auch bei Patrick Hari halt. Dem wir noch einmal laut und herzlich gratulieren.

PS. Falls Sie den ZKB-Kunstpreis Flyer in den Händen halten: lassen Sie sich um Gottes Willen vom dort abgedruckten Text nicht abschrecken. Ist alles viel einfacher: hingehen, schauen, mitmachen, wirken lassen.

Jenny Holzer in Zürich

[Kunst]



Bekannt ist sie für ihre Projektionen, die hintersinnige Texte in den – oft öffentlichen – Raum schleudert. Die amerikanische Künstlerin Jenny Holzer verwendet dafür ihre eigenen Texte oder greift auf Autoren wie Henri Cole zurück. «PROTECT ME FROM WHAT I WANT», gehört zu ihren bekanntesten Arbeiten in der Serie «Truism». Ihre LED-Installationen sind bis zum 24.1.2010 in der Fondation Beyeler zu Gast, in temporären Installationen zeigt sie ihre Kunst auch in Basel, Binningen und in Zürich. Heute abend eröffnet sie eine Projektion, die vom Zürcher Limmatquai aus die Lindenhofmauer als Leinwand nutzt. Zu sehen ist sie bis zum 22. November jeweils von 19.30 bis 23 Uhr. Das Projekt wurde von privaten Gönnern und Sponsoren finanziert und zusammen mit der Arbeitsgruppe Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Zürich (AG KiöR) organisiert.

Auszeichnung für innovative Kunsträume 2009

[Kunst]

Das Bundesamt für Kultur verleiht die Eidgenössischen Preise für Kunsträume 2009. Ausgezeichnet werden 15 Ausstellungsräume für Kunst oder Architektur, «die durch einen innovativen Charakter und ein differenziertes Konzept überzeugen», wie das Bundesamt für Kultur in einer Medienmitteilung schreibt.

Unter den neun Preisträgern bei den etablierten Ausstellungsräume ist auch das Schweizerische Architeturmuseum S AM in Basel. Es wird sich über das Preisgeld von 20'000 Franken besonders freuen.

Die weiteren «Etablierten»: CACT Bellinzona, Circuit in Lausanne, Kunsthaus Baselland in Muttenz, Kunsthaus Langenthal, Les Complices in Zürich, Marks Blond in Bern, Shedhalle in Zürich, Walcheturm in Zürich.

Ausserdem gehen sechs Preise zu 5000 Franken an junge Institutionen: 1m3 in Lausanne, Corner College in Zürich, Hard Hat in Genf, Kunsthalle Luzern, Showroom in Basel, The John Institute in Zürich.

Der Jurybericht kann hier herunter geladen werden.

Tipp: Ausflug in die Utopie

[Kunst]

Bis zum 25. Oktober hat man Zeit: in Biel läuft bis dann die Ausstellung Utopics. Alle fünf Jahre zeigt Biel Arbeiten zeitgenössischer Künstler. Diese Jahr kuratiert Simon Lamunière 50 Arbeiten von Künstlerinnen, Utopisten, Mikronationen, Kommunarden und Teams, die die Stadt infiltrieren und mit ihren Eingriffen neu lesbar machen. Zum Beispiel Lang/Baumann mit ihrer Arbeit «Beautiful Steps No.2», 2009. Schwindellerregend.

 

Parlament in der Kunsthalle

[Kunst]
Der Schaffhauser Grosse Stadtrat tagt für einmal in den Hallen für Neue Kunst. Am 15. September wechseln die Stadträte in die Licht durchfluteten Lofts am Rhein. Vor den «Lightning Fire Wood Circle» von Richard Long, um genau zu sein. Die Sitzung, die öffentlich stattfindet, mache klar, wie gut sich der Ort für Zusammenkünfte eigne, die wenig mit Kunst, aber viel mit Menschen zu tun hätten. Dieses Beispiel könnte Schule machen: Lasst den Nationalrat vor Paul Klees Bild «Vorhaben» aus dem Jahr 1938 tagen, das im Zentrum Paul Klee hängt, oder den Zürcher Stadtrat im Haus Konstruktiv in der Installation des jungen Philippe Decrauzat und seinem Werk «Does the Angle between two Walls have a Happy Ending?» (2007) - wer weiss, wie radikal sich die Politik verändern würde. Nur ausprobieren muss man's.

Hans Danuser wird Professor

[Kunst]

Professor Hans Danuser, hier beim KochenDie ETH Zürich hat den Schweizer Künstler Hans Danuser für das akademische Jahr 2009/2010 als Gastprofessor berufen. Er wird als kulturwissenschaftlicher Gast und assoziierter Fellow am Collegium Helveticum im Bereich Kunst und Fotografie – insbesondere der Erforschung und dem Erkennen modellhaft bereichernder Grenzüberschreitungen unter den Wissenschaften und den Künsten – tätig sein. Der 1953 in Chur geborene Hans Danuser gehört zu den Wegbereitern zeitgenössischer Fotografie in der Schweiz. Er hat aber auch bemerkenswerte Arbeiten zur Kunst am Bau gemacht, so den Schieferplatz der Klinik Beverin in Realta im Kanton Graubünden. In der Edition Hochparterre bei Scheidegger & Spiess erschien vor einem halben Jahr das Buch «Zumthor sehen», ein Diskurs über seine Fotografien zu Peter Zumthors Bauten. Das Buch können Sie hier bestellen.

Brigitte Kowanz bei Häusler Contemporary

[Kunst]



Sie arbeitet mit Licht, und preisgekrönt ist sie auch: Eben hat Brigitte Kowanz den Österreichischen Staatspreis, die höchste nationale Kunstauszeichnung gewonnen. Nun zeigt sie in der Galerie Häusler Contemporary eine Auswahl neuester Arbeiten. Zum Beispiel «Indirekte Transparenz», 2009, Monitor, Glühbirne, Kunststoff (56 x 80 x 14 cm)
Vernissage heute Abend, Donnerstag, 27.8., 18-20 h
Stampfenbachstr. 59, 8006 Zürich


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