|  2010-03-15
Von Lilia Glanzmann @ 11:10 Normalerweise bleiben wir für kreidemalende Strassenkünstler nicht stehen. Anders heute morgen: in der Zürcher Bahnhofshalle entdeckten wir den am Boden knienden Julian Beever. Der Brite zeichnet Bilder, die von einem bestimmten Winkel aus dreidimensional wirken. Wer seine Malereien bereits im Internet gesehen hat und prüfen will, ob die optische Täuschung auch in Echt funktioniert, kann das heute in Zürich tun. Was es mit dem aktuellen Bild auf sich hat, wollte uns der Künstler nicht verraten. Wir vermuten eine PR-Aktion – durch seinen hohen Bekanntheitsgrad wird Beever mittlerweile auch als Werbemittel eingesetzt.
2010-02-02 Es war absehbar: auf Ende Juli 2010 stellt die ZHdK die allgemeinen gestalterischen Weiterbildungskurse ein. Der Fachhochschulrat beschloss schon vor einem Jahr, dass solche Kurse überall kostendeckend geführt werden müssen und nicht quersubventioniert werden dürfen - von wegen Wettbewerbsverzerrung. Ausserdem spart der Kanton Zürich. Heisst 11 Stellen, die sich 50 Mitarbeitende in Lehre und Administration geteilt haben, sind futsch. Imherhin: Die für das Frühlingssemester ausgeschriebenen Kurse werden bei genügend Anmeldungen noch durchgeführt. Die Hoffnung, dass ein anderer Träger in die Lücke springt, dürfte nicht allzu gross sein. Wer sich gestalterisch weiterbilden will, wird nun auf die zahlreichen, nicht alle ausgelasteten, dafür viel aufwändigeren CAS-Kurse verwiesen.
2010-01-04 
Die International Movie Database listet 63 Filme auf, die Peter Greenaway gedreht hat. Darunter solche, die Filmgeschichte geschrieben haben wie «Belly of an Architect», «The Cook, the Thief, his Wife, and her Lover», «Drowning by Numbers», «The Draughtsman's Contract» oder «Prosperos Books» – weil er damit nichts weniger anstrebt, als das Kino als Kunstform neu zu erfinden. Neben seinen filmischen Projekten ist Greenaway als Maler, Ausstellungsmacher, Schriftsteller, Theater- und Opernregisseur sowie als Komponist aktiv. Und erfindet im Rahmen eigener Film-Kunst-Performances das VJ-ing neu, etwa im Projekt «The Tulse Luper Suitcases, Part 1-3» – einer Episodengeschichte über einen Jedermann des 20. Jahrhunderts, die Greenaway mit Hilfe von 92 Koffern, dem Medium Film und Computer Games erzählt. Wie wirkt seine postmoderne Bildwelt heute? Das erfährt, wer dem Besessenen zuhört, wie er über seine neuesten Projekte spricht.
--> Peter Greenaway, «New Possibilities: Film, Architecture, Scenography»
--> Donnerstag, 7. Januar, 19 Uhr
--> Museum für Gestaltung Zürich, Vortragssaal, freier Eintritt
2009-10-21
Von Lilia Glanzmann @ 18:05 
Simon Renfer gewinnt mit seinem Film «Die Rache» den ersten Preis in der Kategorie 20 Sekunden.
Rachsüchtig, sportlich und politisch brisant präsentieren sich die Gewinner beim Filmwettbewerb 5-10-20 der Hochschule Luzern. Die besten 36 Filme laufen ab sofort auf den Grossdisplays in den Bahnhöfen Zürich, Luzern, Bern, Basel, Genf und Lausanne sowie auf den Displays in den Schalterhallen der Schweizerischen Post. Alle eingereichten Beiträge finden sie hier.
2009-10-15 
Aufnahme aus der Serie "Lob des Schattens" mit Aufnahmen des Einkaufs- und Freizeitzentrums "Westside" während des Rohbaus. (Foto: Alexander Gempeler)
Alexander Gempeler (architekturfotografie.ch) ist seit zehn Jahren in Bern als Architekturfotograf tätig. Zu diesem Anlass zeigt er eine kleine Ausstellung in drei Teilen:
1. Werkeinblick quer durch die vergangenen zehn Jahre mit Rückblick auf fast alle Kunden.
2. Intermezzo: japanische Trilogie
3. "Lob des Schattens": Fotos des "Westside" während der Bauzeit.
Galeire Margit Haldemann, Brunngasse 14/Brunngasshalde 31, Bern
Freitag, 16. Oktober, 14 bis 19 Uhr
Samstag, 17. Oktober, 11 bis 17 Uhr
Sonntag, 18. Oktober, 11 bis 17 Uhr
nach Vereinbarung: 031 511 21 51
2009-09-30
Von Lilia Glanzmann @ 10:52  Das Comix-Festival Luzern « Fumetto» schreibt seinen Wettbewerb dieses Jahr gemeinsam mit der Stiftung Mercator Schweiz aus – bezeichnenderweise zum Thema «Du+Ich=Wir».
In drei Alterskategorien können Profis und Amateure ihre Geschichten in Comicform einreichen. Alle Einsendungen werden am kommenden Festival vom 1. bis 9. Mai 2010 präsentiert. Einsendeschluss ist Montag der 1. Februar 2010.
2009-09-18
Von Philipp Maurer @ 14:33 Die neuste Ausgabe des NIKE-Bulletins, heute im Briefkasten, weist auf die Kulturstatistik des Bundes hin. Diese wurde zwar bereits im vergangenen Juni präsentiert, ist es aber dennoch wert, in Erinnerung gerufen zu werden.
Der Besuch von Denkmälern oder historischen Stätten zählt zu den drei beliebtesten kulturellen Aktivitäten. 66% der Menschen in der Schweiz machen das mindestens ein Mal jährlich. Nur Konzertbesuche werden häufiger getätigt (67%), etwas weniger häufig Kinobesuche (63%). Leider wissen wir nicht, wie’s um die Architektur steht.
Geschlecht und Nationalität haben offenbar kaum Einfluss auf den Besuch kultureller Aktivitäten. Hingegen sind der Bildungsstand und das Einkommen massgebend. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Wohnort: Städter sind bezüglich kultureller Aktivitäten fleissiger als Landbewohner.
Die Zahlen sind im Hinblick auf die anstehende Behandlung des Kulturförderungsgesetzes und des Kulturbudgets 2010 im Parlament von Bedeutung. Belegt wird nämlich auch ein Hunger nach Kultur: Alle Bildungsgruppen möchten ihre kulturellen Aktivitäten vertiefen. Auf der Webseite des Bundesamtes für Statistik können die Zahlen eingesehen und eine gedruckte Broschüre mit den wichtigsten Ergebnissen bestellt werden. 2009-07-15 Im Diemtigtal zeigen zwei kirgisische Filzmeisterinnen, wie es geht: Sie lassen sich bei der Arbeit über die Schulter blicken, stellen ihre traditionellen Filzteppiche aus, und natürlich gehört auch eine Jurte dazu. Hier wird eine Schale Tee und kirgisisches Gebäck serviert, Verständigungsprobleme werden dank einer Übersetzerin gelöst. Wie sie in dieses schöne Tal im Berner Oberland kommen? Nicht als Nomaden, die die Kirgisen früher waren. Sondern auf Einladung des Alpverein Simmental, der Kulturkommission und des Tourismusverbands Diemtigtal. Immerhin lernt man hier, dass noch heute kirgisische Hirtenfamilien mit Schafen und Pferden über die ausgedehnten Sommerweiden ihrer Berge ziehen. Und dabei ihr Kulturgut weiterpflegen. Das dient den hiesigen Kulturvereinen durchaus als Vorbild.
Ausstellung vom 17. bis 26. Juli, Schulanlage Oey, Diemtigtal
2009-07-11 
In den Kinos läuft gerade «alle anderen» – ein must für «junge» Architekten. Chris und seine Freundin Gitti, zwei Mittdreissiger, verbringen die Ferien im Haus von Chris' Eltern auf Sardinien. «Es weiss niemand, dass wir sind», ist sich Chris sicher, doch Architektenkollege Hans ist mit seiner schwangeren Partnerin eben auch da und ihnen auszuweichen gelingt dann doch nicht So kommt es zum unvermeidlichen Showlauf unter Berufskollegen: Hans der Selbstsichere gegen Chris den Grübler und Zweifler: «Ich könnte – eventuell – hier auf der Insel ein Haus umbauen, aber ob ichs machen will – ich weiss nicht...». Zum Zweifel am Beruf gehört auch der Zweifel an der Beziehung und so wird aus den unbeschwerten Ferientagen der Ferienbeziehungsstress!
Hochparterre rät dringend: anschauen. Birgit Minichmayr als Gitti und Lars Eidinger als Chris geben als Protagonisten Alles. Die Jury der Berlinale hat «alle anderen» nicht umsonst den silbernen Bären vergeben.
2009-06-23
Von Lilia Glanzmann @ 15:04 Rund 25 Filmschaffende aus der Zentralschweiz haben sich zum Verein «Film Zentralschweiz» zusammen geschlossen. Gemeinsam will man darauf hinarbeiten, die ökonomischen Bedingungen für die ansässigen Filmer zu verbessern. So soll die Abwanderung der an lokalen Fachhochschulen ausgebildeten Profis – vor allem nach Zürich mit den verlockenden sieben Millionen Förderfranken – vermindert und die Attraktivität des Standortes Zentralschweiz gestärkt werden. Der Obwaldner Luke Gasser präsidiert den Verein.

Im Luzerner Restaurant «Rütli» schwor sich der Vereins-Vorstand Treue.
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