Die Gewinner des ersten D'S Awards
Viel wurde geredet über den D'S Award, bei dem die Inszenierungen der Aussteller am Designers' Saturday zu ersten Mal bewertet und prämiert wurden. (Was Exponenten zum D'S Award meinen sehen und hören Sie im Design Talk mit Kurator Sergio Cavero oder im Design Talk mit den Designern Urs Greutmann und Martin Birrer). Jetzt stehen sie also fest, die ersten Gewinner:
> Den Award der Kategorie Raum gewann der Leuchtenhersteller Foscarini.
> Den Award für das beste Thema gewann die ECAL mit ihrem Auftritt für Axor.
> Den Award für die beste Fertigung gewannen die Studenten der Akademie der Künste München unter der Leitung von Greutmann Bolzern.
> Den Award für die besten Inszenierung gewann das Studio Hannes Wettstein mit dem Auftritt für horgen glarus. (Hier mehr)
Soweit war das im festlichen Trubel der Verleihung im Bären in Langenthal zu erkennen. Weitere Infos folgen.
Rätsel

Design ist immer brauchbar, aber nicht immer offensichtlich. Deshalb das Rätsel: Was ist das? Antworten einsenden an info@hochparterre.ch. Der erste Preis: Eine Leuchte, die Zaha Hadid für Zumtobel entworfen hat, eine Fusion von Tradition (Lüster) mit High-Tech (LED-Lichttechnik). Die Leuchte gibt es in 30 Stück, sie kostet 300'000 Franken und wird über Auktionen gehandelt.
Mehr über diese Leuchte hier
Der fliegende Teppich
Mit grosser Geste wartet die Teppichfabrik Ruckstuhl auf. Atelier Oï hat die Ausstellung eingerichtet, in deren Zentrum der fliegende Teppich an hunderten Teppichfäden in kunstvollem Gespinst in der Luft hängt. Dazu viel Farbstimmungen und Materialopulenz und während Papi und Mami Teppichinstallationen schauen, gibt es für die Chnöpf einen Kinderhort.
Stammgast und Lehrer
Seit Jahren ist Andreas «Res» Bürki Stammgast. Als Besucher und als Gestalter. Er entwirft und baut den Stand von Bigla, der Firma, für die er auch etliche Möbel entwickelt hat. Bürki gehört zum reiferen Personal im Designland Schweiz. Bald lässt er an seinem Wissen und Können den Nachwuchs teilhaben: Er wird Lehrer an der Hochschule in Horw in der Innerschweiz, wo er zusammen mit seinem Berner Kamerädli Martin Iseli Ingenieure und Designer in Teilzeit bilden wird. Sein Motto heisst: «Suche nach dem guten Alten, das noch nie dagewesen ist».
Leuchtenmeer

Bigla und Licht + Raum haben zusammengespannt: Als Lichtermeer im Keller der Ruckstuhlfabrik richteten Andreas Bürki, Beat Kaufmann und die ihren einen berückenden Auftritt ein. Licht- und Möbelkuben tanzten einen Tango mitten in der Nacht.
Was tut Rainer Hitz?
Rainer Hitz war lange Jahre ein massgebender Mann im Möbel- und Interieurgeschäft im Millionenzürich. Aermo hiess sein Laden in den Reppischwerken in Dietikon. Legendär sind seine Ausstellungen, grossartig waren seine Empfänge und Feste. Ein schlimmer Unfall warf ihn aus der Bahn. Nach langer Rekonvaleszenz begann er als Berater. Heute wirkt er für die Firmen Ruckstuhl (Teppiche) und Wilkhahn (Büromöbel) und hat viel von seiner Lebensfreude wieder gewonnen. Und auch Lebenszeit, die er gerne in Scuol, seiner zweiten Heimat, verbringt.
Werder mit Volldampf
Mark Werder steht mit Leib und Seele für Wogg ein. Er ist nicht nur zufrieden, sondern begeistert, wie es gelungen ist für den neuen Wogg-Sessel von Jörg Boner einen avancierten Sitz zu entwickeln, der industrieller Vernunft genügt und nicht auf handwerklich gemachte Polster angewiesen ist. Nach Finnland und Schweden musste man reisen, bis die Polsterung gefunden war und ins Muothatal, wo der Schreiner arbeitet, der das Gestell passgenau macht. Und damit alles auf den Punkt stimmt, haben sich die Wogg-Leute Ton-in-Ton eingekleidet.
Also schreibt der Stadtwanderer - oder der Rundgang mit den Schleifen
An jedem Knoten des Rundgangs beginnt die Schleife. Der Strom der Busverlasser wird in eine kontrollierte Bahn gelenkt und gefasst. Es gibt einen erkennbaren Anfang und ein Wiederentdecken der Aussenwelt am Ende, da wo der Bus kommt und geht. Dazwischen herrscht die Verwirrung der Fabrik. Ihre Räume, genauer Raumfolgen, bestimmen den Weg, den der Besucher nicht findet, sondern mit Signaletik darauf geleitet und mit Verbarrikadierung am Ausbrechen gehindert wird. Wer einen dunklen Keller hat, ist im Vorteil. Dort lässt sich Designers' Geisterbahn wirkungsvoller inszenieren als in oberirdischen, hellen Hallen. Anders herum: Design ist, wenn man es ins richtige Licht rücken kann. Die Schleife endet an der Tränke. Sie ist die Restauration. Genährt und getränkt wird der Mensch und damit wieder hergestellt. Gleich nach der Restauration folgt die Lokomotion, der Wiedereinstieg in den Rundgang. Und weiter geht's rundum.
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