Le Corbusier wirbt für UBS

[Sonstiges]

Unter dem Motto «Wir werden nicht ruhen» läuft in diesen Tagen die Imagekampagne der UBS in der Schweiz an. Die Grossbank will ihr angekratztes Image mit international bekannten Persönlichkeiten aufpolieren, unter ihnen auch Le Corbusier. So ist in der heutigen Ausgabe der «NZZ» eine ganzseitige Anzeige mit dem Porträt des Architekten zu finden. In der Bildüberschrift heisst es: «Bis Le Corbusier seine eigene, klare Formensprache gefunden hatte, wollte er nicht ruhen. Und ebenso wenig seine Weggefährten des «L’Esprit Nouveau».» Darunter steht: «Weil wir eine klare Linie gezogen haben.» So will die UBS nun also wie die Architekten der Moderne mit der Vergangenheit brechen und einen Neuanfang machen. Denn «vieles hat sich verändert, und wir haben vieles geändert», heisst es da. Wir fragen: Was ist geändert worden? Im Geschäftsgebaren? In der Struktur? Le Corbusier jedenfalls hätte sich gegen eine solche Scheinarchitektur ausgesprochen.

--> Dass die UBS mit Le Corbusier wirbt hat auch Benedikt Loderer zu einem Kommentar veranlasst - lesen Sie hier.

Mountainbikerennen für Architekten, Planer und Designerinnen

[Sonstiges]

Hochparterre, Emch Aufzüge und die Berner Fachhochschule Architektur, Bau und Holz organisieren das 2. Mountainbike-
Rennen für Architekten, Planer und Designerinnen. Einzelne oder Büroteams beteiligen sich am selektiven Verfahren und kämpfen um den Pokal in den drei Kategorien Frauen, Männer und Team.

 Die Strecke führt vom Schwellenmätteli in Bern auf den Bantiger. Anmeldeschluss ist der 6. September.

--> 2. Mountainbikerennen für Architekten, Planer und Designerinnen, Samstag, 18. September 2010, Anmeldung unter www.selektives-verfahren.ch oder bei Miriam Wegmüller, Emch Aufzüge, m.wegmueller(at)emch.com, Tel: 031 997 98 11, Fax: 031 997 98 98





SBB-Sitzplätze per Parkuhr bezahlen

[Sonstiges]

Alternative zu Tariferhöhungen - den Sitzplatz im Zug per Parkuhr bezahlen.
Eine Alternative zu Tariferhöhungen - den Sitzplatz im Zug per Parkuhr bezahlen.

Die Umweltorganisation umverkehR hat heute im Interregio von Basel nach Zürich in einem Viererabteil eine Parkuhr montiert. UmverkehR fordert mit der Aktion, dass die SBB anstelle von Tariferhöhungen Parkuhren in den Zugabteilen aufstellt und man für einen Sitzplatz 5.- Franken pro Stunde bezahlt. «Diese Massnahme dürfte auch bei umsteigewilligen AutofahrerInnen gut ankommen, da sie zur Parkuhr bereits ein inniges Verhältnis führen» kommentiert Co-Präsident Christian Harb von umverkehR die Vorteile der neuen Einnahmequelle.

Reise ins Weltall

[Sonstiges]
In der Konzepthalle6 in Thun wird im Rahmen der Reihe «Film am Mittwoch» der Schweizer Dokumentarfilm «Space Tourists» von Christian Frei gezeigt. Der Filmemacher wendet sich in seinem neuesten Werk einem Menschheitstraum zu: Dem Traum, dass wir als «ganz normale» Menschen unseren Planeten verlassen und ins Weltall reisen können. Die Amerikanerin Anousheh Ansari hat sich diesen Kindheitstraum für 20 Millionen Dollar erfüllt. Der Film begleitet sie auf ihrer Reise ins All und zeigt den Alltag in der Internationalen Raumstation. Nach der Vorführung beantwortet der Regisseur Fragen und erzählt, wie er die Oscarnacht in Los Angeles erlebt hat, als er 2002 für «War Photographer» für das Goldmännchen nominiert war. «Space Tourists» hat es zwar nicht in die Auswahl für den Oscar geschafft, dafür aber ans renommierte Sundance Film Festival.




--> «Space Tourists», CH 2009, Trailer auf YouTube, Mittwoch, 18. August 2010, 18.00 Uhr Food + Drinks, 20.00 Uhr Filmbeginn, Konzepthalle6, Scheibenstrasse 6, Thun. Reservationen an: frieden(at)nordland.ag

Der Thermenturm zu Vals, der Architekt, seine Frau und der Auftraggeber – ein Dorfdrama aus dem Gebirge

[Sonstiges]

Peter Zumthors Therme brachte Vals viele Gäste, viel Aufmerksamkeit und viel Lob. Seit sechs Jahren soll ein «Turm» des gleichen Architekten das zum Bad gehörige Hotel erweitern. Während dieser noch unveröffentlichte Entwurf mehr und mehr zur Legende wird, geht es in der Gemeinde Vals hoch zu und her. Protagonisten, die vor 15 Jahren den Grund dafür gelegt haben, dass Bad und Bau dieses gemeindeeigenen Betriebs möglich wurden, sind untereinander zerstritten. Dem Architekten wird der Plaungsauftrag sistiert. Annalisa Zumthor, seine Frau, die jahrelang als Hoteldirektorin erfolgreich war, verliert ihre Stelle. Truffer, Vorkämpfer für die Therme, dann deren VR-Präsident, schliesslich neben Annalisa Zumthor deren Direktor, wird nicht wieder gewählt. Er gerät in Konflikt mit der Gemeindepräsidentin und dem Gemeinderat. Die GPK, gestützt auf das Amt für Gemeinden, reklamiert. Die Gemeindepräsidentin antwortet, dass sie sich auf «Fakten, nicht Intrigen» stütze. Eine Dorfgeschichte, hier als Chronologie zusammengefasst auf Basis von Artikeln von Jano Felice Pajarola in der «Südostschweiz».

  • Juni 2004: Pius Truffer, Verwaltungsratspräsident der Hotel und Thermalbad Vals AG (Hoteba), spricht erstmals von einem «neuen Hotel» mit 40 Zimmern und Baukosten von gut 30 Millionen Franken. «Bis im Herbst» werde Therme-Architekt Peter Zumthor dieses Projekt visualisieren.
  • Oktober 2006: Laut Truffer soll «in spätestens drei Jahren» mit dem Ausbau des Hotels begonnen werden, also 2009. Konkrete Pläne würden im Frühjahr 2007 gezeigt.
  • Juni 2007: Die öffentliche Präsentation der Zumthor-Pläne wird auf den Herbst verschoben - und auch für diesen Termin bleibt es bei einem «Vielleicht». Die Planung ziehe sich länger hin als gedacht, so Truffer. An der Bilanzpressekonferenz der Hoteba zeigt Truffer kurz eine Skizze des Baus - schreiben dürfen die Medien über das Gesehene nicht.
  • August 2007: Zumthor selbst macht erste vage Angaben zur Hotelerweiterung: Geplant sei ein 60 bis 70 Meter hoher Turm. Die Bauphase verschiebt der Architekt auf das Jahr 2011.
  • April 2009. Es wird bekannt, dass die Architekturverträge mit Zumthor für den Bau des neuen Hotels gekündigt worden sind. Bereits zuvor hat dessen Frau, Annalisa Zumthor, «Therme»-Co-Direktorin, den Betrieb verlassen. Truffer bleibt als Verwaltungsratspräsident und alleiniger Direktor zurück. Vor der Valser Gemeindeversammlung sagt Truffer, aus seiner Sicht kämen auch andere Architekten für den Ausbau des Hotels in Frage. In einem Interview mit der «Südostschweiz am Sonntag» konstatiert Zumthor, Truffer wolle ihn «loswerden».
  • Dezember 2009: Zumthor steht laut eigenen Angaben «Gewehr bei Fuss» und wartet, bis in Vals «die Strukturen neu geordnet werden». Zwischen ihm und Truffer ist laut Gemeindepräsidentin Margrit Walker-Tönz keine Zusammenarbeit mehr zu erwarten, eine Fortführung der Partnerschaft Vals - Zumthor nur bei einer Abwahl Truffers. Der amtierende Verwaltungsrat will an einer ausserordentlichen Generalversammlung der Hoteba im Januar klären lassen, ob die Gemeinde noch hinter ihm steht.
  • 13. Januar 2010: An einer Sitzung der Hoteba-Kommission - sie vertritt die Alleinaktionärin, die Gemeinde - wird der Truffer-Verwaltungsrat mit 6:5 Stimmen bestätigt. Kommissionspräsidentin Walker-Tönz teilt das weder Truffer noch dem Gemeindevorstand mit.
  • 25. Januar 2010: An einer kurzfristig anberaumten Sitzung des Gemeindevorstands erklärt Walker-Tönz, ein neuer Verwaltungsrat stehe zur Verfügung, und zählt Gründe für eine Abwahl des Truffer-Gremiums auf. Die Gemeinderäte unterstützten die Abwahl einstimmig.
  • 28. Januar 2010: Walker-Tönz organisiert eine Sitzung der Hoteba-Kommission, anderthalb Stunden vor der ausserordentlichen Hoteba-Generalversammlung. Mit 7:5 Stimmen wird der neue Verwaltungsrat gewählt. Das abgesetzte Gremium um Truffer wird an der Generalversammlung darüber orientiert. Der Entscheid wird akzeptiert; damit ist die fehlerhafte Neuwahl besiegelt.
  • Februar 2010: Die Januar-Ereignisse werden national zum Medienthema. «Therme»-Mitarbeiter stellen einen Protestzug auf die Beine.
  • Mai 2010: Die Geschäftsprüfungskommission hat die Abwahl Truffers unter Beizug des kantonalen Amtes für Gemeinden untersucht und «Unregelmässigkeiten» festgestellt. Die Gemeindepräsidentin sagt dazu: «Ich arbeite mit Fakten, nicht mit Intrigen».
  • 9. Juni 2010: Truffer zieht im Namen des abgewählten Gremiums gegen die Gemeindepräsidentin ins Feld und verlangt ihren sofortigen Rücktritt. Er sieht bei ihr auch persönliche Motive am Werk - die Familien Tönz und Truffer hegen offenbar seit langer Zeit einen Nachbarschaftsstreit.
  • 15. Juni 2010: Ein Schreiben der Hoteba-Kommission an die Dorfbevölkerung und die Medien macht zwei neue Gründe für die Abwahl Truffers öffentlich: Truffer pflegte eine Liebesbeziehung mit einer Kader-Mitarbeiterin; zudem soll er der Kommission nur zögerlich Auskunft über seine Lohnbezüge - gemäss Schreiben eine Viertelmillion Franken pro Jahr - gegeben haben. Truffer gesteht die Affäre ein, wehrt sich aber gegen alle weiteren Anschuldigungen der Kommissionsmehrheit.
Mit einer Fortsetzung ist zu rechnen ...

Architektur-Rally von Thun ins Chiemgau

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Mille Moormann Das Konzept und Nils Holger Moormann organisieren gemeinsam eine Rally. Die Motorräder und Autos starten am 8. Oktober um 8 Uhr vor der Halle6 in Thun, um 18 Uhr wird unter dem Torbogen der Firma Nils Holger Moormann im Chiemgau die Zeit gestoppt. Unterwegs müssen zwei Architektur-Ikonen angefahren und mit Foto inklusive Zeit und Datumsanzeige dokumentiert werden – die Originalität des Sujets ist Teil der Bewertung. Wer an der «1. Mille Moormann» mitfahren will meldet sich bis am 30. Juli hier an.

«Hochparterre» auf Facebook

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Auf Facebook sind nicht nur Freunde verlinkt und vernetzt, sondern auch Firmen und Organisationen. Auch «Hochparterre» hat nun eine offizielle Facebook Seite, die laufend über bevorstehende Veranstaltungen des Verlags informiert. Wer sich also auf Facebook mit «Hochparterre» verlinkt, bleibt auch während dem Chatten mit seinen Freunden auf dem Laufenden.


--> Infoseite von «Hochparterre» auf Facebook


Hansgrohe Journalistenpreis 2010

[Sonstiges]

Die Hansgrohe AG, international tätiger Armaturen- und Brausenhersteller, schreibt 2010 erstmalig den Hansgrohe-Preis für Journalisten aus. Mit dem Preis werden herausragende, deutschsprachige journalistische Arbeiten aus Print, Radio, TV oder Online-Medien ausgezeichnet, die in besonderer Weise zum Nachdenken über den alltäglichen Umgang mit der Ressource Wasser anregen. Durch die Preisvergabe soll in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Bedeutung der Ressource Wasser geschaffen und die öffentliche Diskussion zum Thema Wassereffizienz angeregt werden. «Mit dieser Auszeichnung wollen wir zu einem nachhaltigen Umgang mit dem kostbaren Gut Wasser beitragen», erläutert Klaus Grohe, Aufsichtsratsvorsitzender der Hansgrohe AG. Für den mit 5’000 Euro dotierten Preis können sich Medienschaffende ab sofort bewerben, Einsendeschluss ist der 31. August 2010.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

[Sonstiges]
Wenige Worte klingen so schön in den Ohren. Hoffnung ist gut, Hoffnung ist die Zukunft – und seit Barack Obama ist die Hoffnung wieder gross.

Dass Hoffnung aber durchaus ein janusköpfiger Begriff ist führt uns ein schmales Heftchen vor Augen: «swissfuture», das «Magazin für Zukunftsmonitoring» zum vierzigjährigen Jubiläum der gleichnamigen Schweizerischen Vereinigung für Zukunftsforschung.

Dort erfahren wir beispielsweise vom deutschen Dramatiker Heiner Müller, Hoffnung sei etwas für Leute, die unzureichend informiert seien, ein spanisches Sprichwort lautet: «Wer von der Hoffnung lebt, stirbt an Enttäuschung.» und Jean-Paul Sartre weiss: «Mit der Hoffnungslosigkeit beginnt der wahre Optimismus.»

Im Heft beantworten viele Persönlichkeiten Fragen zu persönlichen und globalen Hoffnungen und eine Umfrage, die swissfuture zum letzten Jahreswechsel durchführte, nimmt der Leserin die letzte Hoffnung, dass die Welt noch zu retten sei: Christoph Blocher steht als Hoffnungsträger auf dem siebten Platz vor Roger Federer und dem Dalai Lama und auf die Frage «Welches sind Ihre drei grössten Hoffnungen für 2010?» folgen – weit abgeschlagen von persönlicher Gesundheit, Erfolg und Liebesglück – «weniger Ausländer», «härtere Strafen für Kriminelle» und ein schöner warmer Sommer.

Francis Bacon hatte recht: «Hoffnung ist ein gutes Frühstück, aber ein schlechtes Abendbrot.»

(Das «Magazin für Zukunftsmonitoring» können sie die für CHF 30 bestellen.)

Bombardier für SBB

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Doppelstock aussen
So sollen die neuen Doppelstock-Züge von Bombardier für die SBB aussehen. (Bilder SBB)

Die Würfel sind gefallen: Die SBB beauftragen Bombardier Transportation Switzerland mit dem Bau von 59 Doppelstockzügen für den Fernverkehr. Das Auftragsvolumen beträgt rund 1,9 Milliarden Franken - das ist die grösste Rollmaterialbestellung in der Geschichte der SBB. Sowohl beim Komfort als auch bei der Gesamtwirtschaftlichkeit sei Bombardier am besten abgeschnitten, teilten die SBB mit. Neben Bombardier hatten sich auch Siemens Schweiz und Stadler Bussnang um den Auftrag beworben. Ab Dezember 2013 sollen die Züge fahren, vorerst auf der Strecke St.Gallen–Zürich–Bern–Genf.

Dank der «Wankkompensation» können die Zäge in den Kurven schneller fahren, was einen Fahrzeitgewinn von 10 Prozent ermöglicht. So kann - zusammen mit Infrastrukturausbauten -  die Fahrzeit zwischen Zürich und St. Gallen und zwischen Lausanne und Bern auf unter eine Stunde gedrückt werden. Die Kompensation beträgt 2 Grad (im Gegensatz zum 8-Grad-Neigungswinkel der herkömmlichen Neigetechnik). Noch in diesem Jahr soll ein Doppelstockwagen mit der Technik ausgerüstet werden.

Doppelstock oben
Oberdeck eines Zweitklass-Abteils. Alle Plätze sollen mit Steckdosen ausgerüstet werden, drahtloses Internet wird in allen Wagen installiert.

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