«Vorn Fussballstadion, hinten Rennwegquartier»

Ein weiterer Anlauf für die Bebauung des Butzenbühls am Flughafen Zürich: «Circle», das Projekt des Japaners Riken Yamamoto.
Die «Neue Zürcher Zeitung» (und auch der «Tages-Anzeiger») berichten über den Konzept-Wettbewerb für die Überbauung des Butzenbühls am Zürcher Flughafen. Der Japaner Riken Yamamoto hat, unterstützt von Beda Fässler aus Zug und den CH-Architekten aus Volketswil, mit dem Projekt «Circle» den Wettbewerb gewonnen. Gegen den Flughafen hat das Projekt eine überhängende Glasfassade, die an die Aussenansicht eines Fussballstadions erinnere, wie die «NZZ» schreibt. Gegen den Butzenbühl-Hügel löst sich der Baukörper auf und schafft Platz für eine Gasse mit drei Höfen. Dabei habe sich der Architekt unter anderem von einem Besuch im Niederdorf inspirieren lassen, heisst es. Naja. Aber solch wohltemperierte Luft hat offenbar das Klima an der gestrigen Pressekonferenz bestimmt, wenn man in der Zeitung lesen kann, dass der Chief Development Officer der Flughafen Zürich AG, Stephan Widrig, von einer Atmosphäre wie am Zürcher Rennweg spricht und Flughafendirektor Thomas Kern es bezeichnend findet, dass gerade das japanische Projekt zum Sieger gekürt wurde - weil die Japaner ähnlich wie die Schweizer zurückhaltend mit Luxus umgingen. Zurückhaltend wolle auch die Flughafen Zürich AG das Projekt angehen und mit der Umsetzung erst beginnen, wenn der Löwenanteil der Flächen vermietet sei. Die Finanzierung sei dabei «noch nicht im Detail geregelt». Läuft alles rund, soll 2012 mit dem Bau des 1-Milliarde-Franken-Projekts begonnen werden. Allerdings ist dies nicht der erste Anlauf für ein Grossprojekt an diesem Ort. Hochparterre-Redaktor Ivo Bösch war an der Präsentation dabei und berichtet hier davon. Ausserdem werden die Wettbewerbsprojekte in hochparterre.wettbewerbe 2/10 (April 2010) vorgestellt.
Weitere Meldungen
Bis vor 35 Jahren wurden im General-Motors-Montagewerk hinter dem Bahnhof Biel Opel-Modelle zusammengebaut. Vor zwei Jahren war am gleichen Ort der Traum von Biel als europäischer Hauptsitz des Paketdienstes UPS am Ende. Doch von Krise ist jetzt in den Gebäuden nichts mehr zu spüren, wie der «Bund» berichtet: Gestern wurde im denkmalgeschützten Bau von 1935 der neue Bieler Standort der Schule für Gestaltung Bern und Biel eingeweiht. «Gerade die Automobilbranche zeigt, dass Gestaltung, design und Kunst wirtschaftlich einen klaren Mehrwert liefern», sagte Erziehungsdirektor Bernhard Pulver. Und Stadtpräsident Hans Stöckli träumt von einem neuen Campus hinter dem Bahnhof - wenn dereinst verschiedene Bereiche der Berner Fachhochschule hier konzentriert werden könnten. Die Bieler Schule feierte auch das zehnjährige Jubiläum der Fusion mit der grösseren Partnerschule in Bern - und das sei eine Erfolgsgeschichte, meinte Beat Trummer, der Leiter des Bieler Ablegers.
An der Sitzung vom 25. Februar wird der Berner Stadtrat (Parlament) über einen Projektierungskredit von 290'000 Franken für die Nutzungsplanung der Grossen und Kleinen Allmend in Bern beraten. Das berichtet der «Bund». Auf der Grossen Allmend, nördlich des BEA-Expo-Geländes, sollen zwei Kunstrasen-Fussballfelder entstehen. Auf der Kleinen Allmend sind zwei Naturrasenfelder geplant. Nachdem eine erste Planung, die nur die Kleine Allmend einbezogen hatte, vor knapp zwei Jahren gescheitert war, stehen nun die Zeichen besser.
Mit einer Bahn-Vision will der Ingenieur Andrea Tuffli Graubünden aus der eisenbahntechnischen Isolation befreien. Die «Südostschweiz» stellt die Vision vor, die aus zwei Teilen besteht: Die «Bündner Vision» wäre eine neue Bahnverbindung von Zürich über Chur und weiter durch einen Tunnel nach Davos. Dabei wären auch die Lenzerheide und Arosa mit unterirdischen Stationen angebunden. Eine, statt wie heute zwei Stunden würde die Fahrt von Zürich nach Davos dauern. Tufflis zweite Vision ist die «Europa-Vision»: München, Mailand und Zürich sollen mit einem neuen Hochgeschwindigkeitszug verbunden werden. Kernstück wäre eine neue Alpentransversale, der Chur, Tiefencastel, Castasegna, Colico und Lecco miteinander verbinden würde. Ingenieur Tuffli denkt langfristig: «Wir sollten den Mut haben, jetzt die Weichen neu zu stellen. Es ist an der Zeit, für die nächsten 50 oder 100 Jahre vorzusorgen».
Die «Basler Zeitung» berichtet über das Landhof-Projekt in Basel, über das am 7. März abgestimmt wird. Noch nie habe er so lange auf die Realisierung eines Projekts warten müssen, sagt Architekt Alban Rüdisühli. Der städtebauliche Ideenwettbewerb wurde im Juni 2003 veröffentlicht. In einem von einem Blockrand umschlossenen Dreieck sollen drei Wohnhäuser entstehen. Eine Initiative von den Grünen, dem Landhofverein und dem WWF will den Landhof jedoch als integralen Grünraum erhalten. Die Fronten gehen quer durch die Parteien.
In einem Eigeninserat freut sich die «BaZ», dass sie weiterhin eine echte Basler Zeitung ist – nachdem sie vom Tessiner Financier Tettamanti übernommen und nicht an die NZZ verkauft wurde. «Jä jodernoo - d Dante vo Ziiri wär so gärn uff Basel koo», resümiert die Zeitung und lädt die Zürcher an den Morgenstreich ein.





Heute beginnen sie, die Olympischen Winterspiele in Vancouver. Übertragen werden sie wie immer von Fernsehanstalten. Damit die Bilder auch bei uns gut ankommen, haben die Fernsehstationen kaum einen Aufwand gescheut und Studios vor Ort aufgebaut. ARD und ZDF betreiben zwei gemeinsame Studios, eines in Vancouver und eines in Whistler. Die Setdesigns wurden von 