Der James Dyson Award 2010 ist eröffnet

[Design]

Der Sieger des internationalen James Dyson Awards 2009: Der Automist erkennt und löscht Feuer.
Sieger des internationalen James Dyson Awards 2009: Der Automist erkennt und löscht Feuer.

Ab heute können sich Studierende von Universitäten, Fach- und Hochschulen mit ihren Projekten für die achte Schweizer Austragung des James Dyson Award anmelden. Bis zu zehn Projekten aus der Schweiz nehmen auch an der internationalen Ausscheidung teil. Der internationale Gewinner bekommt 10 000 Pfund für sich und 10 000 Pfund für seine Schule. Der Sieger der Schweizer Ausscheidung gewinnt - neben der Teilnahme am internationalen Wettbewerb - einen Besuch in London inklusive Workshop am Dyson-Hauptsitz; plus eine Jungmitgliedschaft bei der Swiss Design Association.
 
Mitmachen kann jeder Studierende mit mindestens einem Semester absolvierter Studienzeit und maximal bis zu vier Jahren nach Abschluss. Beim eingereichten Design kann es sich um ein laufendes oder ein neues Projekt handeln, zum Beispiel ein Abschlussprojekt im letzten Studienjahr.

Über das Siegerprojekt der letztjährigen nationalen Ausschreibung, die Skitragehilfe Khumbu von David Bucheli, hat «Hochparterre Schweiz» bereits berichtet. Es soll kurz vor der Produktion stehen. Auf Youtube findet sich zudem ein Film zum Sieger des internationalen Wettbewerbs: ein Löschsystem namens Automist.

--> Alle Informationen und Anmeldung unter www.jamesdysonaward.org
--> Anmelde- und Einsendeschluss ist der 1. Juli 2010

Baubeginn auf dem Walliseller Richti-Areal

[Presseschau]

Ein Modell des geplanten Quartiers auf dem Walliseller Richti-Areal (Bild: richti.ch)
Ein Modell des geplanten Quartiers auf dem Walliseller Richti-Areal (Bild: richti.ch)

Auf dem Walliseller Richti-Areal beginnt demnächst der Aushub für ein neues Quartier, berichtet die «NZZ» heute. Zum Auftakt der Arbeiten versammelten sich gestern Bauherr, Gemeindevertreter und Architekten. «Der beauftragte Städteplaner Vittorio Lampugnani aus Mailand erläuterte, wie mit Hilfe von grosszügigen Innenhöfen in den Blockrandbebauungen und städtischer Atmosphäre auf dem Haupt-Boulevard eine Brücke zwischen urbanem und ländlichem Wallisellen geschlagen werden soll. Sein Kollege Wiel Arets aus den Niederlanden realisiert die ersten Bauten, ein Hochhaus und ein Geschäftshaus mit Arbeitsplätzen für die 1500 Angestellten der Allianz Schweiz, die darin nach Fertigstellung 2013 ihren Hauptsitz einrichtet. Die gesamte Überbauung soll dann im Jahr 2014 bezugsbereit sein. Neben 2500 Büroarbeitsplätzen steht im Endausbau Wohnraum für 1200 Personen zur Verfügung», informiert die «NZZ».

Hochparterre hat zum neuen Quartier auf dem Walliseller Richti-Areal ein Sonderheft publiziert. Sie können es hier bestellen.

Weitere Meldungen:


-  Dem Projekt «Hard Turm Park», das in Zürich-West einen 80 Meter hohen Turm mit Wohnungen und einem Viersternehotel vorsieht, droht das Referendum. Die Alternative Liste (AL) fordert, auf das Hotel zu verzichten und zusätzliche Wohnungen zu bauen. Die «NZZ» berichtet.

- Ebenfalls in der «NZZ»: Die Freiburger Regierung wollte den grafischen Auftritt der Kantonsverwaltung vereinheitlichen. Doch das neue Logo, das als Komma oder als halbes Kantonswappen gelesen werden kann, überzeugt nur zur Hälfte.

- Die Zukunft des Flugplatzes Dübendorf ist immer noch offen. Neuerdings buhlt auch der Kanton Bern um die Ansiedlung eines Innovationsparks. «Die Konkurrenz braucht Zürich kaum zu fürchten, aber der Druck auf den Regierungsrat wächst», schreibt die «NZZ».

- Mit einer Velo-Offensive soll der Anteil des Zweiradverkehrs in der Stadt Zürich von sieben auf zwölf Prozent erhöht werden. Radwege statt Radstreifen sind eine Massnahme, weiss der «Tages-Anzeiger».

- Die Zürcher Modedesignerinnen Eliane Diethelm und Joanna Skoczylas haben aus dem kleinen Schwarzen eine Geschäftsidee gemacht. Ein Porträt im «Tages-Anzeiger».

- Ebenfalls im «Tages-Anzeiger»: Die Wirtschaftskrise und neue Projekte drücken auf die Mietpreise bei den Büros im Raum Zürich.

- Viele Gebäude in Basel mit lebenswichtiger Funktion sind nicht erdbebensicher, schreibt die «Basler Zeitung».

- Ein Artikel im «Bund» über die Auswirkungen des Gebäudesanierungsprogramms aus Mietersicht: «Energetische Sanierung verteuern das Wohnen».

- Und: die «Blick»-Auto-Serie über «Vergessene Prototypen»: Heute der Audi «Asso di picche» des Designstudios ItalDesign aus dem Jahre 1973.

ZHdK: Allgemeine Weiterbildungskurse zu Ende

[Kultur]

Es war absehbar: auf Ende Juli 2010 stellt die ZHdK die allgemeinen gestalterischen Weiterbildungskurse ein. Der Fachhochschulrat beschloss schon vor einem Jahr, dass solche Kurse überall kostendeckend geführt werden müssen und nicht quersubventioniert werden dürfen - von wegen Wettbewerbsverzerrung. Ausserdem spart der Kanton Zürich. Heisst 11 Stellen, die sich 50 Mitarbeitende in Lehre und Administration geteilt haben, sind futsch. Imherhin: Die für das Frühlingssemester ausgeschriebenen Kurse werden bei genügend Anmeldungen noch durchgeführt. Die Hoffnung, dass ein anderer Träger  in die Lücke springt, dürfte nicht allzu gross sein. Wer sich gestalterisch weiterbilden will, wird nun auf die zahlreichen, nicht alle  ausgelasteten, dafür viel aufwändigeren CAS-Kurse verwiesen.

200 Personen an der Diskussion über SBB-Areale

[Raumplanung]

Urs Schlegel, Hans Werder, Richard Wolff, Corine Mauch und Josef Lang gestern Abend auf dem Podium
Urs Schlegel, Hans Werder, Richard Wolff, Corine Mauch und Josef Lang gestern Abend auf dem Podium

«Wenn keine Probleme da wären, wären wir nicht hier und hätten nicht so viele Zuschauer», sagte Nationalrat Josef Lang inmitten der Diskussion auf dem Podium. 200 Personen folgten der Einladung des Zürcher Mieterinnen- und Mieterverbands, des Inura Zürich Instituts und des Hochparterres – ein deutliches Zeichen, dass nicht alles zwischen den Arealentwicklungen der SBB-Immobilien und den Zielen der Städte im Reinen ist. Im ersten Obergeschoss in der Zürcher Sihlpost mit Blick auf die Baustelle der Europaallee ging man der Frage nach, ob die SBB ihre Areale vergolden oder Städte formen.

Hochparterre-Redaktorin Rahel Marti fasste kurz und prägnant die Geschichte der SBB-Immobilien zusammen, bevor Richard Wolff als Moderator zum Beispiel den Chef der SBB-Immobilien zu klaren Aussagen drängte. Urs Schlegel liess sich nicht bedrängen, bejahte zwar ein wirtschaftliches Verhalten seiner Division, lobte aber gleichzeitig sein sorgfältige Planungen in Zusammenarbeit mit den Städten. Und doch erschrak der Zuschauer über Schlegels verräterischer Ehrlichkeit: «Wir verhalten uns wie andere Eigentümer auch.»

Denn genau darum ging es am Abend. Die SBB sind eben keine normale Eigentümerin, sie gehören dem Bund, haben ihre Filetstücke einst von den Städten sogar geschenkt bekommen und erfüllen einen Leistungsauftrag, um den am Abend freilich stark diskutiert wurde. Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch brauchte ungewohnt deutliche Worte: «Die Städte müssen Forderungen gegenüber dem Bund stellen.» Sie nahm sich zwar selbst an der Nase, denn die Verantwortung für gute Stadtplanung liege bei den Städten, doch versprach sie das Thema im Rahmen des Städteverbands aufzugreifen. «Wir müssen über Bodenpreise reden und über die Spielräume.»

Hans Werder, Generalsekretär des Uveks, erklärte tapfer die Mechanismen der hohen Politik, und wies auf die harten Verhandlungen hin, die der Bund im Moment mit der SBB führen. Eindringlich sagte er, dass er noch nicht wisse, wo die fehlenden 400 Millionen Franken für die dringend benötigte Erhalt der Bahninfrastruktur herkommen sollten. Josef Lang wiederum will, dass die soziale Nachhaltigkeit in den Leistungsauftrag aufgenommen wird. Und er wird sich für die Mehrwertabschöpfung einsetzen, die die Kantone nicht nur einführen können, sondern auch einführen müssen.

Auch Peter Schmid, das Schlachtross der Zürcher Genossenschaftsbewegung, kritisierte aus dem Publikum die SBB ungewohnt scharf. Die Baugenossenschaften fühlten sich nicht Ernst genommen, und zitierte aus Briefen der SBB, die viel versprachen und wenig hielten. So wunderte es nicht, dass er am Willen der SBB zweifelte. Die Frage zur Zusammenarbeit mit den Genossenschaft hatte Urs Schlegel schon vergessen, als er sie beantworten sollte. Immerhin sah er dann doch keine Hindernisse zur Zusammenarbeit.

Viel wurde versprochen. Hochparterre wird die Taten messen und nicht die schönen Worte.

Die Hochparterre-Sonderpublikation zur Debatte: «Unter Gewinndruck: Wie die SBB Immobilien das Bahnland planen». Hier bestellen.

200 Personen
Der Saal war mehr als voll, 200 Personen folgten der Diskussion.