Wakkerpreis für Fläsch: «Eine Auszeichnung für Baubehörden und Ortsplaner»

[Presseschau]

Weinbau und zeitgenössische Architektur: das Wohnhaus Meuli von Bearth & Deplazes Architekten in Fläsch (Bild: panoramio.com)
Weinbau und zeitgenössische Architektur: das Wohnhaus Meuli von Bearth & Deplazes Architekten in Fläsch (Bild: panoramio.com)

Die Bündner Gemeinde Fläsch wird vom Schweizer Heimatschutz für ihre umsichtige Ortsplanung und Bauordnung mit dem diesjährigen Wakkerpreis ausgezeichnet. Die Meldung findet sich heute in verschiedenen Zeitungen. Am umfassendsten berichtet die «Südostschweiz». Sie bringt ein Interview mit dem Gemeindepräsident Heinz Urs Kunz und ein Artikel über Fläschs Suche nach der «zeitgemässen Baukultur». Im Kommentar auf der Titelseite schreibt Olivier Berger: «Tatsächlich beweist der Schweizer Heimatschutz, welcher den Wakkerpreis ausrichtet, mit der Vergabe an Fläsch, das er mit der Zeit geht. (...). Der richtige Umgang mit der Ressource Boden und dem Gut Landschaft sind politisch zum Thema geworden. (...) Fläsch hat gehandelt, wo Bern noch diskutieren will (...). Der diesjährige Wakkerpreis geht denn auch ein wenig stellvertretend an die Baubehörden und Ortsplaner der Bündner Herrschaft: Er ist auch eine Ermutigung für andere Ortschaften, welche die durchaus notwenige Bautätigkeit in geordnete Bahnen lenken wollen».

Weitere Meldungen:

- Ebenfalls in der «Südostschweiz»: Das Kunstmuseum Liechtenstein des Architektenteams Meinrad Morger, Heinrich Degelo und Christian Kerez feiert sein zehnjähriges Bestehen.

- Die Planung des von Mario Botta entworfenen neuen Casinos in Lugano kommt langsam voran. Der «Corriere del Ticino» berichtet.

- «Intelligent unterwegs»: Der «Bund» präsentiert die neuen Gasbusse von Bern Mobil.

- Ebenfalls im «Bund»: Der Berner Möbeldesigner Teo Jakob sammelte Kunst von Meret Oppenheimer über Markus Raetz bis Balthasar Burkhard. Die Ausstellung «Amitié» im Kunsthaus Langenthal zeigt Teile der Sammlung.

- «Die Bilder zeigen einen Traum – aber keine Wahrheiten», erklärt der Architekt Markus Walser im Interview mit der «Basler Zeitung» über Computermodelle von ungebauten Häusern.

- «Eine grosse, schwimmende Halbinsel, die angedockt ist im Bereich der bestehenden Hafenanlage Tiefenbrunnen: So stellt sich das Architektenteam e2a das geplante Wassersportzentrum zwischen Strandbad Tiefenbrunnen und Zollikon vor». Der «Tages-Anzeiger stellt das Projekt vor.

- Die Fehleinschätzung der Kosten sowie umstrittene bauliche Eingriffe am Kurtheaters Baden verzögern die Sanierung des ersten Theaterneubaus der Nachkriegsgeschichte in der Schweiz. Ein Bericht in der «NZZ».

- Wie vertragen sich Nachhaltigkeit und Demokratie? Der Ökonom Carl Christian von Weizsäcker macht in der «NZZ» auf Konflikte zwischen den generationenübergreifenden Plänen der Klimapolitik und der Innovationskraft demokratischer Prozesse aufmerksam.

Origami an der Messe Köln

[Design]

Origami in Köln
Falten Papier wie Joseph Albers vor 100 Jahren am Bauhaus – die [d³]
Design Talents an der Messe Köln.

Die jungen Designer in Köln mauern nicht nur, sie falten auch Papier. Wenn Origami bis vor kurzem noch eine biedere Bastelarbeit schien – die Kölner Designtalente entwerfen ihre Produkte aus Faltwerken. Sie entwickeln einen ausziehbaren Tisch aus einer Strassenkarte oder falten Sessel: «Die Sitzschale von PÁP ist zwar recht dünn, dank der Faltung ist sie aber überraschend tragfähig», sagt Martha Schwindling deren Stuhl von einem Papierbogen abgeleitet ist. Und: wer knickt, spart Schrauben und damit Arbeitsgänge.