Die Sonderschau «Global Building» ist ein Marktplatz rund um die Nachhaltigkeit im Bauen. Sechs «Themeninseln» vermitteln dem Besucher und der Besucherin Grundsätzliches zum Lebenszyklus eines Gebäudes und wie dieser nachhaltig gestaltet werden kann — von der Rolle des Standortes in der Projektentwicklung über die Planung, dem Haus als System und dessen Betrieb, bis hin zur Frage des Baustoffrecyclings und dem weiten Feld der Sanierung alter Bausubstanz.

So sieht die Sonderausstellung «Global Building» im Entwurf von Berrel Berrel Kräutler Architekten aus. Links und rechts die Themeninseln, ganz hinten rechts der Stand von Hochparterre, im ersten Stock der Multimediawand unser Produktionsstudio.
Die Themeninseln im Überblick:
- Projektentwicklung: Schon bei der Ortswahl des Bauens und bei der Einbindung in eine ganzheitliche Stadt- und Raumplanung wird die Basis für Nachhaltigkeit gelegt.
- Planung: Bereits in der frühen Phase der Planung eines Projektes sind Nachhaltigkeitsansprüche zu berücksichtigen — das gilt bereits für die Wettbewerbe. Nebst der Architektur der jeweiligen Gebäude stehen nun vermehrt auch Fragen der Gebäudetechnik und der Materialwahl sowie deren Lebenszyklus im Fokus.
- Gebäude als System: Das Gebäude ist ein System. Deshalb ist auch entscheidend, dass die gewählte Kombination von Tragstruktur, Gebäudehülle und Gebäudetechnik optimal zusammenspielt.
- Betrieb und Unterhalt: Ganzheitliche Betriebskonzepte erhöhen die Lebensdauer eines Gebäudes. Sie reduzieren den Energieverbrauch sowie die Kosten von Betrieb und Unterhalt.
- Umbau und Sanierung: Bei der Sanierung bestehender Gebäude ist die vorgängige Analyse wichtig, um den Wohnkomfort zu steigern und die Energieeffizienz zu verbessern.
- Rückbau und Recycling: Gebäude sind unsere künftigen Rohstofflager. Schlau gebaut lassen sie sich beim Rückbau in ihre Grundmaterialien wie Stahl, Glas, Aluminium und andere Stoffe zerlegen und wiederverwerten. Hohe Recyclingquoten verbessern die Ökobilanz.
Was der Besucher auf den Themeninseln erfährt, bestimmt er selbst. Auf dem Tisch vor ihm liegen Gegenstände. Nimmt er einen davon in die Hand, so löst der Tisch per Radiofrequenz-Identifikations-Chip (RFID) eine Filmprojektion aus. Auf die Bilder eines beispielhaften Architekturprojekts folgt der Ausschnitt eines Interviews: Da liefert beispielsweise der Architekt Dietmar Eberle ein Statement zum Verhältnis von Material- und Arbeitsaufwand, das sich beim Bauen in den letzten Jahrzehnten grundsätzlich verändert hat.

Die Swissbau-Sonderschau «Global Building» im Grundriss (Rendering und Plan: Berrel Berrel Kräutler Architekten).
Die Schau bietet noch andere Formen: Im «Forum», einem Auditorium am «Marktplatz», laufen rund vierzig Anlässe. Da zeigen die Partnerfirmen ihre Entwicklungen, und die Organisationen, die die Schau finanzieren, präsentieren ihre Sicht aufs Thema. Im Rahmenprogramm von «Global Building» füllen Grossanlässe den Saal, etwa Veranstaltungen zur nachhaltigen Quartierentwicklung, zum Minergie-Label oder zum neuen Gebäudesanierungsprogramm des Bundes, auch wird da der «Umweltpreis Schweiz» verliehen. Der Besuch von «Global Building» lehrt den Blick aufs Ganze, auf die Zusammenhänge. Damit Architektinnen und Bauherren nicht nur ein wohliges Gefühl haben, wenn sie von Nachhaltigkeit sprechen, sondern auch wissen, wie man heute im Alltag nachhaltig bauen kann.
--> Das Programm mit allen Veranstaltungen der «Global Building» gibt es hier.
--> Was Hochparterre an der Sonderschau veranstaltet sehen Sie hier.